„Mit dem Evangelisten Lukas auf dem Weg“
Christine und Friedrich Macher, Ladendorf
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| Nach Aufbereitung am Vorabend, (Samstag,
7.8.2004 im Bildungshaus Schloss Großrußbach)
bei der neben organisatorischen Fragen, vor allem „Lukas
als Evangelist des Alltags“ besprochen wurde, trat
der Bus am
1. Tag (Sonntag, 8.8.2004) mit dem Tagesthema
„Begegnung mit Gott, den Menschen, der Schöpfung“
die Fahrt ins Dekanat Sitzendorf an. Die erste Überraschung
erlebten die Organisatoren bei der pünktlichen (7.00
Uhr) Abfahrt. |
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| Der 80-sitzige Bus war zu klein und es musste ein PKW
als „Ergänzungsdienst“ mitfahren. Um den
Gastgeber der ersten Station Ravelsbach nicht zu überfallen,
warteten wir am Ortseingang von 8.05 Uhr bis 8.15 Uhr. Unter
großem Jubel der Ortsbevölkerung und der Honoratioren
wurden wir mit einem Ständchen der Deutschmeister Jugendkapelle
begrüßt. |
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Die Maria Himmelfahrts-Kirche, wiewohl von
den heimischen Festrednern als „schlicht“
bezeichnet, stellte sich - wie beim Architekten Jakob
Prandtauer nicht anders zu erwarten - als prunkvolle Barockkirche
dar. Bürgermeister und stellvertretender PGR-Vorsitzender
begrüßten und stellten vor.
Nach einem festlichen Sonntagsgottesdienst nahmen wir die
erste Etappe in Angriff. Auf einem Promenadenweg ging’s
nach Maissau. Der zuständige Herr Dechant stellte uns
in besinnlichen - gleichzeitig auch launigen - Worten die
St. Veit geweihte Kirche vor. Nach einer ersten Erfrischungspause
im schönen Ambiente des Maissauer Schlosses gingen
wir den anschließenden Kreuzweg. Dessen Besonderheit
ist eine 15. Station, die das Auferstehungsgeheimnis ausdeutet.
Auf schönem Pfad („Gottfried von Einem-Weg“)
ging’s weiter nach Oberdürnbach, wo auch die
kulturhistorisch Interessierten auf ihre Rechnung kamen.
Die Fresken im dortigen Kirchlein, nach einem Ausspruch
Kardinal Königs „ein Schatz, der den Oberdürnbachern
nicht geraubt werden könne“, und die infolge
des fehlenden Rades als „unvollständig“
bezeichnete Katherinenstatue, hinterließen tiefe Eindrücke.
Das sanfte Lächeln der Heiligen Katharina geleitete
uns über Limberg und Birkenberg nach Straning, wo das
späte Mittagessen vorbereitet war. Trotz guter Planung
brachte die zwischenzeitlich auf 155 Pilger angewachsene
Schar, das Gasthaus an den Rand seiner Leistungsfähigkeit. |
In der in Renovierung befindlichen Kirche konnte man
sich von der Opferbereitschaft der Pfarre (400 Katholiken
sollen ein Bauvorhaben von einigen Hunderttausend Euro finanzieren)
machen. Der schon fertige Hauptaltar, ließ erahnen,
welches Prunkstück hier wieder hergestellt wird.Weiter
ging’s über Krotenberg und Winkelfeld auf den
Kirchenberg von Wartberg. Am Standort der nunmehrigen Leonhardi-Kirche
befanden sich keltische Kultstätten, möglicherweise
mit Wurzeln bis zurück in die Steinzeit. |
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Im Überblick der Pfarrgemeinderäte
durfte die Anekdote, nach dem die Weinkeller näher
zur Kirche liegen, als allfällige Wasserreserven, die
erfolgreiche Bekämpfung eines Brandes nach Blitzeinschlag
mit Wein, nicht fehlen. Nach dem zurückliegenden Marsch
in der Nachmittagshitze tat die Labung sehr gut.
Über Klein Reinprechtsdorf ging’s auf der letzten
Tagesetappe nach Röschitz. Am Ortseingang wurden wir
von einer gut organisierten und sangesfrohen Abordnung empfangen.
Der zweistimmig vorgetragene Wechselgesang, wie er auch
bei der alljährlichen Fußwallfahrt nach Maria
Dreieichen seit Jahrhunderten gesungen wird, hat alle tief
berührt. Auch hier empfing uns eine frisch renovierte,
spätbarocke bzw. neoklassizistische, prachtvolle Kirche.
Möglich geworden durch die Opferbereitschaft und das
Engagement einer kleinen Ortschaft. Die schön gestaltete
Abendandacht wurde insbesondere durch den Jugendchor der
Pfarre verschönt. Die anschließende Agape war
weit entfernt von lediglich Brot und Wasser. Frisches Gebäck,
köstliche Aufstriche und von den Frauen der Pfarre
extra gebackene Leckereien, fanden großen Anklang.
Bedauerlich nur, dass die Aktivisten die im Garten vorbereiteten
Speisen und Getränke, wegen eines Platzregens, über-
raschend in den Pfarrsaal transferieren mussten.
Mehr Bilder zum 1. Tag unter: http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2004/08/08/a2547
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2. Tag (Montag, 9.8.2004)
Vom Schmidatal ins Pulkautal
77 Passagiere zählte der Bus, der um 7.30 Uhr aus
Großrußbach nach Sitzendorf abfuhr, um dort
um 8.25 Uhr einzutreffen. Die dem Heiligen Martin geweihte
Kirche hatte erst kürzlich bei der Restaurierung einige
historische Schätze wieder preisgegeben. |
Der Schmida entlang waren wir nach 50 Minuten in Goggendorf
eingetroffen. Der Herr Pfarrer und eine Schar Ministranten,
die in ihrer konventionellen Adjustierung einen besonders
adretten Eindruck machten, empfingen uns.
Obwohl die Kirche Maria Verkündigung gewidmet ist,
nimmt sie sich vor allem auch wichtiger Phasen im Leben
des Heiligen Arnold Janssen an. |
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Die Voraussetzungen für dessen ordensstifterisches
Wirken, wurden im kleinen Weinviertler Flecken „Goggendorf“
mit der Verleihung des Heimatrechtes geschaffen. Die Verbindung
zur Weltkirche war während dieser Andacht für
uns alle spürbar.
Eine runde Stunde weiter, ließ die Peter und Pauls
Kirche in Braunsdorf, trotzdem sie gerade renoviert wird,
erahnen, wie sie sich danach wieder präsentieren wird.
Wie schon mehrmals in den ersten Tagen, wurde allseits großer
Respekt vor den wenigen Mitgliedern dieser Pfarre, die einen
derartigen Erhaltungsaufwand zu tragen haben, geäußert.
Exakt zur Mittagszeit trafen wir in der Kirche Maria Geburt
zu Roseldorf ein. Zu den Klängen der Mittagsglocken
fügte sich unser Ave Maria. Wir waren beeindruckt,
wie harmonisch sich die erhaltenen Bauteile, Presbyterium
und Turm mit einem neu errichteten, modernen Hauptschiff
harmonisch verbinden.
Wohl organisiert und gastfreundlich wurde uns flink ein
Pilgereintopf serviert.
89 Höhenmeter über Roseldorf liegt der Sandberg.
Eine kursorische Einführung in die Geschichte der Kelten,
hatte uns für den Besuch der Ausgrabungen, nahe der
höchsten Stelle, vorbereitet. Interessante Ausführungen
der Initiatoren ließen den Opfergraben einer keltischen
– für damalige Begriffe „Großstadt“
– vorstellbar werden. Diese Erhebung stellt gleichzeitig
den Übergang vom Schmidatal ins Pulkautal dar. Ein
Dechant übergab die Obhut für unsere Pilgerschar
an den nächsten. |
Die erste Pfarre, die uns im Schmidatal empfing war Platt,
mit der alten, dem Heiligen Ulrich geweihten, Wallfahrtskirche.
Dieses Gotteshaus bietet interessante spätbarocke Kunstwerke,
die beiden Hauptattraktionen, zwei Bilder von Troger, waren
allerdings auf Ausstellung bzw. zur Restauration in Wien. |
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Nachdem wir die letzte Etappe nach Watzelsdorf
um 18.00 Uhr beendigt hatten, erwartete uns eine, nach Aussage
des Herrn Pfarrers und Dechants, „typisch josephinische
Kirche“. Die Vesper war an das Motiv Kreuzerhöhung
dieser Pfarrkirche ausgerichtet.
Nach der Agape, die uns in gastfreundlichster Weise von
der KFB Watzelsdorf ausgerichtet worden war, ging’s
für die meisten mit dem Bus zurück nach Großrußbach.
Auch an diesem Tag gesellten sich zu den 77 aus Großrußbach
Anreisenden, weitere 44 Tagespilger.
Mehr Bilder zum 2. Tag unter: http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2004/08/09/a2548
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3. Tag (Dienstag, 10.8.2004)
Dekanat Retz
77 Personen reisten um 7.00 Uhr von Großrußbach
ab und trafen um 8.05 Uhr am Bründl bei Pulkau ein.
44 Ortsansässige erwarteten uns dort, sowie Herr Dechant
und andere Geistliche aus der Umgebung. Die Laudes an diesem
traditionellen und stimmungsvollen Marienwallfahrtsort,
waren ein großartiger Auftakt dieses dritten Tages.
Der etwa dreiviertelstündige Quellenweg bis nach Pulkau
brachte landschaftlich interessante Eindrücke, selbst
ein kleiner Katerakt war zu sehen.
Pulkau war ein weiterer Höhepunkt. Die Heiligenblutkirche
hinterließ einen tiefen Eindruck. Der Herr Pfarrer
äußerte sich glücklich über den wieder
vollständigen Altar, nachdem auf einer internationalen
Kunstauktion, längst verschollene Predella wiederentdeckt
und um einen namhaften Betrag zurück erworben werden
konnten.
In prächtigen Zustand präsentierte sich das historische
Ensemble aus Pfarrhaus und nunmehrigem Europahaus. Bei diesem
Haus der Begegnung wurden wir von einer ukrainischen Jugendgruppe
mit einer Folkloreeinlage erfreut und überrascht. Als
Kontrast dazu lernten wir mit St. Michael, der ältesten
Kirche des Dekanats, eine romanische Wehrkirche kennen,
deren architektonischer Hauptteil, ein romanischer Triumphbogen
ist.
Die Wegführung an Leodagger vorbei, an der Flanke
des Manhartsberges, brachte schöne landschaftliche
Eindrücke. Trotz der vielen schattenspendenden Bäume,
trieb sie dem Leitungsteam den Schweiß auf die Stirn,
weil wir einen gewaltigen Verzug gegenüber dem Zeitplan
zu gewärtigen hatten. Der Eintreffenszeitpunkt beim
Schutzengel-Marterl, genau um die zwölfte Stunde, wurde
zum Marienlob genutzt. |
In Waitzendorf betrug unsere Verspätung bereits
40 Minuten. In der Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit ließen
zwei prachtvolle, barocke Statuen den Glanz des ehemaligen
Hauptaltars nur noch ahnen. Zusammen mit den Kindern aus
Obermarkersdorf, die uns schon seit Pulkau begleitet hatten,
stieg der Spitzenstand an Teilnehmern danach durch ortsansässige
Pilger auf über 170 Teilnehmer an, von denen den Kalvarienberg
in Retz noch 150 verlassen sollten. |
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Die angesprochenen Kinder erfreuten uns in der ursprünglich
dem Heiligen Nikolaus geweihten Kirche von Obermarkersdorf.
Wir konnten lernen, dass als zweiter Kirchenpatron der Heilige
Urban gewählt wurde, der der Schutzheilige der Winzer
ist. Wiewohl wir beim Ortsheurigen in Qualität und
Organisationsablauf sehr gut verpflegt wurden, war es erforderlich
in zwei Bustransferfahrten den Weg nach Retz zu überbrücken,
um das Abendprogramm mit tschechischen Freunden nicht zu
gefährden. |
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Neben den religiösen Eindrücken,
des Kalvarienberges, bot sich auch ein informativer Ausblick
über den Rest der Tagestour des dritten Tages und eine
Vorschau auf den vierten.
Durch Weingärten und abgeerntete Getreidefelder ging
es dann nach Oberretzbach. Die kleine Programmänderung
hatte sich gelohnt. Nach einem Aufenthalt in der liebevoll
restaurierten, heimeligen Kirche St. Margareten in Oberretzbach
gelangten wir pünktlich um 18.00 Uhr beim „Heiligen
Stein“ an, wo schon unsere Gäste aus Tschechien
warteten.
Wir alle waren beeindruckt und berührt von dem zweisprachigen
Gottesdienst in der milder gewordenen Abendsonne. Es war
hochinteressant zu hören, dass diese Begegnungen bereits
vor den Änderungen der politischen Verhältnisse
in Tschechien gelebt worden waren. Ein köstliches Grillmenü
beendete einen langen und eindrucksvollen Tag.
Mehr Bilder zum 3. Tag unter:
http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2004/08/10/a2549
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4. Tag (Mittwoch, 11.8.2004)
Dekanat Retz
74 Pilger reisen von 7.00 Uhr bis 8.00 Uhr von Großrußbach
nach Retz. Die Überquerung des Hauptplatzes mit Stadtturm
und Graffittibauten gibt einen Vorgeschmack auf die strenge
Kirche des Dominikanerklosters. Ein kenntnisreicher und
engagierter Vortrag macht uns die lange Geschichte dieses
Klosters verständlich. Der Gottesdienst zur Nachfeier
des Patroziniums vom Heiligen Dominikus erhält eine
besondere Note weil die Gäste des Caritas-Heimes mit
uns feiern; sie werden uns dann auch während des ganzen
Tages begleiten.
Wenige Minuten brauchen wir zu der dem Heiligen Stefan
geweihten Stadtpfarrkirche. Pater Markus, ein Göttweiger
Benediktiner, begrüßt uns. Unter anderem verweist
er auf die freundschaftliche Auseinandersetzung mit Unternalb,
welche Kirche die ältere wäre. Launig merkt er
an, dass bei den vielen Jahrhunderten, um die es hier geht,
die 50 Jahre Differenz, über die man sich nicht einigen
kann, wohl kaum ins Gewicht fielen. Selbst die fundierte
Darstellung der kunsthistorischen Entwicklung, versetzt
uns nicht in die Lage, neben den barocken Kostbarkeiten,
die angeblich für Experten sichtbaren, gotischen Elemente
zu erkennen. Beim Verlassen der Kirche beeindruckt noch
ein plastisch dargestelltes Heiliges Grab. |
Vielfältige Kulturlandschaft durchschreiten wir
auf dem etwa 40-minütigem Weg nach Unternalb. Man ist
samt den Prozessionsfahnen ausgerückt, um uns einzuholen.
Eine Beziehung zu seiner Stadtpfarrkirche stellt Pater Markus
über den Kirchenpatron, den Heiligen Laurenzius her.
Nach St. Stephan, dem Patron der Stadtpfarrkirche, ist dies
der zweite Diakon der Urchristen. |
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Nach ergreifender Besichtigung der geschützten
Werkstätten der Caritas, geht es, beschirmt von kilometerlangen
Windschutzgürteln, weiter nach Pillersdorf.
In der preisgekrönten Kellergasse erwartet uns eine
gastfreundliche Labung. Wir gelangen zu der dem Heiligen
Wolfgang geweihten Weinbauernkirche mit einem der ganz wenigen
Renaissancealtäre Niederösterreichs. Launig erzählt
uns Herr Dechant eine jener „Schimmellegenden“,
die vor allem in den dem Heiligen Wolfgang geweihten Kirchen
gepflegt werden.
Nach kurzem Anstieg durch eine Heidelandschaft zum Kalvarienberg,
geht es weiter nach Schrattenthal. |
Wieder einmal ziehen uns die historischen Kunstschätze,
dieser Landkirche, in ihren Bann. Die flandrische Madonna
der sieben Schmerzen aus dem Ende des 14. Jahrhunderts wurde
beidseitig bemalt um sie von unterschiedlichen Standorten
betrachten zu können. Das winzige – zweitkleinste
Städtchen Niederösterreichs – lässt
seine geistige Bedeutung im auslaufenden Mittelalter erahnen. |
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An einem einfachen Haus kann man der dort
angebrachten Tafel entnehmen, dass hier das erste Buch Niederösterreichs
gedruckt wurde. Der „Größe“ dieses
Städtchens entsprechend verfügt auch das Hubertus
Wirtshaus nur über beschränkte Kapazität.
Trotz dieser werden wir rasch gastfreundlich und in guter
Qualität gespeist.
Nach Passieren eines mittelalterlichen Vorbaus entfaltet
sich eine beachtliche Schloßanlage, die uns zu einer
spätgotischen Wehrkirche in nahezu unverändertem
Zustand, St. Martin geweiht, weist.
Weiter geht es, durch vorwiegend von Weingärten geprägte
Landschaft, nach Dietmannsdorf, dessen spätgotisches
Kirchlein von ihrem Eigentümer, der Gemeinde Zellerndorf,
schlicht, aber würdig restauriert wurde.
Wie so oft wird die nächste von uns besuchte Dreifaltigkeitskirche
in Deinzendorf von unseren Gastgebern als typisch „josephinische
Pfarre“ geschildert. Die Berichte über den Ideenreichtum,
mit dem Rohmaterial und Ausstattung dieser Kirche „zusammengetragen“
wurde, wirken aus heutiger Sicht eigenartig, stellen sich
aber im Lichte der damaligen Verhältnisse verständlicher
dar.
Entlang von teilweise durch die Pulkau-versumpften Flächen,
bewegen wir uns weiter nach Zellerndorf. Ein Teil der Gruppe
bevorzugt den kürzesten Weg dorthin, während Herr
Dechant es sich nicht nehmen lässt dem größeren
Teil der Gruppe „sein“ Pfarrverbandskreuz am
296 m hohen Altenberg zu zeigen und dessen Geschichte vorzutragen.
Von dort oben hat man einen wunderschönen Überblick
über alle Orte, die dem Pfarrverband angehören.
Die dem Heiligen Phillipus und Jacobus geweihte Zellerndorfer
Pfarrkirche zeigt sich als Werk der Hochgotik, das ihren
romanischen Ursprung deutlich sichtbar erhalten hat. Leider
lässt der Zeitverzug nicht mehr zu, den später
dazugebauten Karner genauer zu besichtigen.
Ein engagiertes Team um Herrn Dechant Mantler verwöhnt
uns im barocken Pfarrhof zu Zellerndorf mit Wurstfleckerln
samt Salzgurken und herrlich trockenen weißen und
roten Landweinen (Angeblich wurde sogar Schnaps verabreicht).
Unser vierter Tag war bei gelegentlichem Zeitdruck ereignisreich
und präsentierte uns Gotteshäuser, historische
Bauten, Menschen und eine Landschaft von ungewöhnlichem
Reiz.
Mehr Bilder zum 4. Tag unter:
http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2004/08/11/a2550
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5. Tag (Donnerstag, 12.8.2004)
77 Wochen- und Tagespilger verließen pünktlich
um 7.30 Uhr Großrußbach, um das kleine Dekanat
Haugsdorf entlang der Pulkau im Pulkautal kennenzulernen.
Nachdem wir um 8.25 Uhr in Pfaffendorf eingetroffen waren,
verdoppelte sich unsere Schar nahezu auf 140 Pilger. Die
dem Heiligen Georg geweihte Pfarrkirche präsentierte
sich neu renoviert und – für die Kleinheit der
Pfarre überraschend – mit kunsthistorischen Kostbarkeiten,
wie Werken des Kremser Schmidt. Der Pfarrer, Pater Martin,
ein Göttweiger Benediktiner, sollte uns noch durch
zwei weitere Kirchen begleiten.
Ein Sträßchen, parallel zur nahen Pulkau, brachte
uns zur Radegundiskapelle nach Peigarten. Der nunmehr asphaltierte
Hohlweg, der dort hinführte, war in eine liebevoll
gepflegte Blumenpracht umgestaltet worden. Nachdem wir am
Vortag des Radegundisfestes unseren Besuch abstatteten,
schlug Pater Martin einen Bogen, von der aktuellen politischen
Lage zum „Geiseldrama“ dieser Heiligen. |
Wieder ein Stück der Pulkau talwärts folgend,
erreichten wir Jetzelsdorf. Auch hier war – wie schon
öfters in den letzten Tagen – die Pfarrgründung
Ausfluß des Reformeifers von Josef II. Wir lernten
eine – nach modernen, architektonischen Ideen –
gestaltete Kirche kennen, die sich uns - insbesondere mit
dem Gegensatz von hell und dunkel - als Gestaltungselemt
präsentierte. |
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Der Generalrichtung weiter folgend erreichten
wir die alte, dem Heiligen Peter und Paulus gewidmete Pfarrkirche
in Haugsdorf. Die von außen etwas unansehnlich wirkende
Kirche präsentiert sich in der Innenansicht als recht
prunkvoll. Das Altarbild aus der Schule des Kremser Schmidt,
stellt nicht die einzige kunsthistorische Kostbarkeit dar,
sondern wird von etlichen hölzernen, gotischen Standbildern
übertroffen.
Diesmal ein etwas größerer Abschnitt –
talauswärts erreichen wir die Laurenziuskirche in Alberndorf,
nochmals eine „josephinische Pfarre“. Die Renovierung
war erst vor wenigen Tagen beendet worden. Der ideell wertvollste
Ausrüstungsgegenstand ist jener Sessel, der –
angefertigt von einem einheimischen Tischler – Papst
Johannes Paul II. bei seinem ersten Wien-Besuch gedient
hat. Das „Probesitzen“ eines unserer hohen geistlichen
Herren, sorgte für Amusement.
Die vorletzte Etappe der Pulkau entlang, Untermarkersdorf,
bringt uns an ein adrettes Kirchlein. Nachdem wir hier den
pfarrlichen Verantwortungsbereich des Herrn Dechant erstmals
betreten, schildert er uns die Sorgen, die sich über
Jahrzehnte an der „toten Grenze“ in Abwanderung
und schwieriger, wirtschaftlicher Situation für die
dort lebenden Menschen, manifestierten. |
In einem über 2 km langen Anmarsch durch die langen
Straßendörfer Untermarkersdorf und Hadres, die
ineinander übergehen, gelangen wir zur Pfarrkirche
von Hadres, deren Patron der Heilige Michael ist. Moderne
Elemente im Altarbereich fügen sich harmonisch in eine
wunderschöne, alte Kirche ein, in der sich Elemente
mehrerer Bauepochen stilvoll zusammenfügen. |
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Die Gastfreundschaft der Hadreser bescherte
uns ein köstliches Mittagessen mit Grillhendln und
Bratwürstln, zu denen frischer Landwein gereicht wurde.
Einen krönenden Abschluß bildeten Pulkautaler
Mehlspeisspezialitäten, die mit einer Freundlichkeit
serviert wurden, die ihresgleichen sucht.
Je nach persönlicher Disposition beschwingte oder
beeinträchtigte dieses üppige Mittagessen uns
Pilger auf dem sonnendurchfluteten Kirchenfeld, durch das
wir uns zur Statue von St. Helena hinbewegten. Dort kamen
immerhin noch 115 Pilger zusammen, um den Bericht des Herrn
Dechant über die in der josephinischen Zeit zerstörte
frühere Kirche, anhören zu können.
Den Windschutzgürteln entlang erreichten wir die Presshäuser
der Obritzer Kellerzeile. Etliche Thesen wurden formuliert,
warum die Obritzer Männer wohl ihre Kellergasse in
einer Entfernung von rund einer halben Gehstunde von zu
Hause eingerichtet hätten. Die Erfrischungen und die
eine oder andere Kostprobe heimischer Winzerkunst, ließen
diese Spekulation jedoch rasch in sich zusammenfallen.
Über sich lang hinziehende Feldwege und dann durch
die – in der immer noch heißen Nachmittagssonne
– endlos anmutenden Straßen von Mailberg, erreichten
wir das dortige Schloß der Malteser. Der wuchtige
und außerordentlich schön erhaltene Gesamtzustand
dieser mächtigen Burganlage beeindruckte. Die Schlosskirche,
deren Patron der Heilige Johannes der Täufer ist, und
die als Pfarrkirche inkorporiert ist, stand der Burg- und
Schloßanlage in nichts nach. In vielen Details spürte
man den Hauch einer bald jahrtausende alten Geschichte.
Der Herr Dechant von Haugsdorf gestaltete eine einfühlsame
Abendstatio, die das Tagesthema „um Vergebung bitten“
treffend ergänzte. Der Pfarrgemeinderat von Mailberg
lud zu einer Agape. Die Entscheidung ob man den köstlichen
Broten, dem hervorragenden Weiß- und Rotwein, oder
den vortrefflichen Mehlspeisen den Vorzug geben sollte,
fiel schwer.
Mehr Bilder zum 5. Tag unter:
http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2004/08/12/a2552
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6. Tag (Freitag, 13.8.2004)
Um 8.20 Uhr bei der Kirche von Kammersdorf eintreffend
wurden die üblichen 76 aus Großrußbach
angereisten Wochenpilger durch Einheimische auf 116 erhöht.
Die großzügige, dem Heiligen Bartholomäus
geweihte Pfarrkirche, von der man heute nur mehr annehmen
kann, dass es in 1850 dem Zug der Zeit entsprochen hatte,
gewaltige Kirchen zu bauen, beeindruckt durch ihre Weite
und Helligkeit. Herr Pfarrer berichtet von den Sorgen über
die schrumpfende Bevölkerung, vor allem durch die noch
lange nicht beendete Umstruktierung in der Agrarwirtschaft.
Durch die in ihrer Geschlossenheit und Dank der teilweise
schön erhaltenen Weinviertler Bauten ansprechenden
Flecken Dürnleis und Klein Weikersdorf und über
Feld und Flur, sieht man schon von weitem die Stephanuskirche
in Nappersdorf, die mit einigen dazugehörenden Baulichlichkeiten,
die Kuppe eines Hügels belegt.
Eine Passauer Stiftung kurz nach der ersten Jahrtausendwende
am Standort einer uralten Kultstätte stellt sie ein
wahres „Schmuckstück“ dar. Kontrapunkt
und zentraler Gravitationspunkt ist ein moderner Ambo. |
Über das weite Kirchfeld geht es nach Oberstinkenbrunn,
dessen junger Pfarrer, ein Göttweiger Pater, der gleichzeitig
auch Pfarrer von Maria Roggendorf ist, stolz seine prächtig
hergerichtete Kirche vorstellt, deren gotischen Kern man
nur mehr erahnen kann. Über ein Sträßchen
nach Schalladorf und dann entlang des Schalladorfer Grabens
und die Mühlwegäcker geht es nach Wullersdorf,
dessen beide gewaltige Kirchentürme von weitem sichtbar
sind. |
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Diesmal ist der Pfarrer ein Melker Benediktiner. Pater
Godhalm, den man von seiner Diktion und seinem Auftreten
her auch für einen Künstler halten könnte.
Er berichtet davon, dass als „Gesellenstück“
Jakob Prandtauer im Auftrag der Melker Benediktiner die
frühere gotische Kirche auf „Barock“ umgebaut
und umgestaltet habe. |
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Das eigentliche Wahrzeichen aber, die zwei
mächtigen Türme seien nach einem Brand vom damaligen
Wullersdorfer Bürgermeister und Baumeister erst im
19. Jahrhundert errichtet worden. Wenig Zeit bleibt ihm,
auf die uralte Kultstätte und die Fluchtanlage, die
sich zur Zeit unter dem Kirchenplatz ausbreitet, einzugehen.
Im Melke Hof gibt es auf Einladung des Pfarrgemeinderates
ein wohlschmeckendes Mittagessen und auch der Trank kam
nicht zu kurz.
Im ehemaligen Pferdestall des Pfarrhofes ist eine Benediktuskapelle
eingerichtet worden. Das Altarbild, es zeigt das letzte
Abendmahl, wurde von einem praktizierenden Moslem, einem
Bosnier, der flüchten musste und sich in Wullersdorf
angesiedelt hat, gemalt.
Entlang abgeernteter Felder geht es über das Nexenhoffeld
nach Schöngrabern, wo wir um 17.15 Uhr eintreffen und
durch Pfarrer Malinas und Ministranten empfangen werden.
Nachdem Pfarrer Malinas birituell ist und somit christlich
und orthodox feiern darf, prägt dies die sehr schöne
Vesper.
Die Kirche ist mit Ikonen und Tüchern byzantinisch-orthodox
hergerichtet und der Priester trägt ein orthodoxes
Messgewand. Er salbt zum Abschluß alle Pilger mit
Nardenöl nach dem Ostritus.
Nach der Agape im Veranstaltungsstadl folgt eine Kirchenbesichtigung
von außen. Wir bekommen die „Steinerne Bibel“
auf der Apsis der Kirche erklärt, die, von Adam und
Eva angefangen, den ewigen Kampf des Guten mit dem Bösen,
zeigt. Umgekehrt gibt es in der schlichten, uralten romanischen
Kirche zwar einen Barockturm, innen gibt es aber weder Bilder
noch Seitenaltäre.
Mehr Bilder zum 6. Tag unter: http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2004/08/13/a2553
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7. Tag (Samstag, 14.8.2004)
Dekanat Hollabrunn
Diesmal geht’s von Großrußbach nach dem
Südwesten und wir treffen um 7.45 Uhr in Göllersdorf
ein. Die dem Heiligen Martin geweihte Pfarrkirche wurde
von niemand geringerem, als Lukas von Hildebrand, barockisiert.
Dies wurde durch Friedrich Karl Schönborn (einem Urahn
unseres Herrn Kardinal) arrangiert, der gute Kontakte zu
Prinz Eugen, dem Hauptauftraggeber dieses großen Barockbaumeisters,
hatte. Friedrich von Schönborn kam aus Würzburg
und hat den größten Teil der Einrichtung auch
von dort her beschafft. Zwei etwas groß gewordene
Seitenaltarbilder führten zum Bruch zwischen den Göllersdorfern
und Lukas von Hildebrand. Rund 133 Pilger machen sich von
Göllersdorf aus auf den Weg über mehrere unserer
nächsten Stationen den Göllersbach entlang bergwärts. |
Zunächst geht es entlang der Bahn und in Industriegelände
nach Großstelzendorf, wo eines der beiden Jugendzentren
unseres Vikariats betrieben wird. Nach einer Besichtigung
und Labung geht’s über eine Promenade nach Breitenwaida,
wo uns der stellvertretende Dechant von Hollabrunn Johannes
Leuthner, samt Ministranten, Pfarrgemeinderat und einer
- trotz ihrer Jugend - ausgezeichneten Volksmusikgruppe
erwartet. |
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Er berichtet, dass die ursprüngliche Kirche am Göllersbach
überflutet wurde und man dann daher vor etwa 200 Jahren
die schlichte, neue Kirche errichtet hat. Der Herr Pfarrer
umschreibt launig, dass die Kirche „Tag und Nacht
offen sei“, weil ohnehin „nichts Wertvolles
zum Stehlen da sei“. Wie gut das Gemeindeleben dennoch
funktioniert zeigen eine Vielfalt liebevoller Gestaltungsdetails.
Durch Dietersdorf, einem für diese Gegend des Weinviertels
typische Ortschaft, geht’s nach Sonnberg. In der kleinen,
aber ungemein einladende Kirche, findet man im Altarraum
noch einige gotische Elemente.
Auch für diese Pfarre ist der stellvertretende Dechant
als Priester verantwortlich. Auch hier scheint es gelungen
zu sein, ein Klima, gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat und
anderen Aktivisten, zu schaffen, in dem viele gern mittun.
So auch in der Vorbereitung unseres mittäglichen Pilgermahls. |
Danach folgt der längste Teilabschnitt des siebenten
Tages, nämlich der Weg nach Klein Maria Dreieichen.
Zunächst über den Mühlberg, danach den Runzenbach
überschreitend und im Hühnertal bis man die Hofstraße,
die von Hollabrunn nach Klein Maria Dreieichen führt,
um danach bald an diesem beliebten Wallfahrtsort zu landen. |
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Zunächst wird uns ausführlich die
Geschichte und Entwicklung erklärt und auch in gut
dokumentierter Form weitergegeben. Die jetzige Kapelle wurde
vor etwa 200 Jahren errichtet, nachdem das Bildzeichen in
den ursprünglichen 3 Eichen im Zuge des preussisch-österreichischen
Krieges 1866 verbrannt war. Das Gnadenbild (vor Ort befindet
sich eine gut gemachte Kopie – das Original befindet
sich im Museum in Hollabrunn) stammt aus einer verbrannten
Kirche. In dem schönen und weitläufigen Eichenhain
lässt sich angenehm meditieren, ehe der abschließende
Weg nach Hollabrunn in Angriff genommen wird.
Durch Pilgergruppen aus der Umgebung und andere Sonntagsausflügler
waren die Teilnehmer auf weit über 200 angewachsen,
von denen etwa 150 gemeinsam zur Pfarrkirche nach Hollabrunn
weiterzogen.
Mitten durch den Wald zog sich zuerst ein schöner Feldweg,
die Hofstraße, nach zwei Drittel des Weges kamen wir
in eine endlos scheinende Kellergasse, die uns bald ins
Zentrum von Hollabrunn - und damit zur Kirche - führte.
Wir alle waren sehr betroffen, als knapp vor dem Einzug
in Prozession in die Pfarrkirche ein ohnehin kranker Mann
verunfallte. Die Kirche präsentiert sich mächtig,
hoch und daher mit einer wunderschönen Akustik, in
der wir durch den Herrn Kaplan, unterstützt neben anderen,
durch eine vortreffliche Sängerin und einen ausgezeichneten
Organisten, eine stimmungsvolle Vesper feierten. Die Ubikation
der Pfarre würde ich am liebsten als „Festsäle“
bezeichnen, so schön sind sie gestaltet. Diesem Charakter
entsprechend war auch das Abendessen.
Mehr Bilder zum 7. Tag unter:
http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2004/08/14/a2555
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8. und Schlußtag (Sonntag,
15.8.2004)
Als die 70 Wochenwallfahrer mit dem Bus aus Großrußbach
kommend um 9.15 Uhr in Aspersdorf eintreffen, hat sich dort
schon eine Schar von etwa 40 weiteren Pilgern versammelt.
Nachdem der Herr Pater Augustiner Eremit (nach eigenen Worten),
seinen Pfarrschäflein schon beigebracht hat, dass Ordensleute
etwas ausgiebiger feiern, können wir erst um 9.40 Uhr
in die prächtige, sehr schön gepflegte, dem Heiligen
Georg geweihte Kirche.
Durch das Dorf Richtung Nordwesten geht’s zunächst
einmal etwas mehr als eine Stunde zum Kloster Marienfeld. |
Dies steht auf einer kleinen Anhöhe (dem Wimmerberg
mit 260 m), die weißen Klostermauern haben daher schon
kurz nach Aspersdorf durch das schüttere Wäldchen
durchgeblinkt. Es war ein erhebender Anblick, während
unseres Anmarsches, am Horizont andere Pilgergruppen, die
sich der Sternwallfahrt angeschlossen haben, wahrzunehmen.
Alle mit schönen Pilgerkreuzen, eine Gruppe mit einer
Pilgerfahne. |
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Knapp über 300 Menschen fanden in der sonnendurchfluteten
Klosterkapelle, die in einem schönen Kontrast von strahlend
weißen Wänden und dunkelbrauner karger Einrichtung
ihre besondere Stimmung entwickelte, Platz. Die Schwester
Oberin der Zisterzienser wies, im Kontext zu unserer Pilgerintention,
darauf hin, dass auch ihr Haus eine - mit seinen 20 Jahren
- noch jüngere, aber beachtliche Kraftquelle darstelle. |
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Die Prozession nach Maria Roggendorf, nachdem
sie sich in ihrer ganzen Länge auf dem übersichtlichen
Gelände entfaltet hatte, hinterließ bei uns allen
einen tiefen Eindruck.
Schon bald zeigte sich die Wallfahrtsbasilika in voller,
imponierender Größe. Beim Ortseingang hallten
uns die Glockenklänge entgegen. Beim Einzug in die
Kirche war diese schon recht gut besetzt, dennoch passte
die gesamte Pilgerschar hinein. Gezählte 16 Geistliche
und Diakone zelebrierten einen eindrucksvollen Festgottesdienst,
der wohl allen lange in Erinnerung bleiben wird. In seiner
Predigt wies Herr Bischofsvikar Dr. Matthias Roch nochmals
auf die wesentlichen Anliegen des Weinviertler Pilgerweges
hin, und dass mit der nunmehr abgeschlossenen zweiten Region,
ein beachtlicher Erfolg erzielt worden sei. In bewegenden
Worten dankte er den Organisatoren, den Mitwirkenden, sowie
allen Tages- und Wochenpilgern und wurde abschließend
auch selbst herzlichst bedankt.
Mehr Bilder zum Abschluss finden Sie unter:
http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2004/08/15/a2556
Wir freuen uns über Ihren Eintrag ins Gästebuch
(http://www.pilgerweg.cc/gaestebuch.php)
– wie hat es Ihnen beim Pilgerweg 2004 gefallen?
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Christine und Friedrich Macher
Ladendorf, 17.8.2004
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