Rückblick auf den Weinviertler Pilgerweg 2006
4. Etappe 8. - 15. August 2006

Einstimmungsabend 8. August 2006, 19.00h – 20.45h


Groß ist die Wiedersehensfreude der vielen, die einander schon aus drei Wallfahrten kennen. Zum ersten Mal ist auch die dem Hl. Valentin geweihte gotische Pfarrkirche von Großrußbach mit eingeplant. In launigen Worten erläutert Bischofsvikar Dr. Roch in seiner Doppelfunktion auch als Pfarrprovisor deren Besonderheiten. Unter dem frisch abgeschlagenen Putz im Altarraum konnte zwar kein Beleg für die Legende, dass der erste Pfarrer – Konrad von Rußbach – tatsächlich Verfasser des Nibelungenliedes sei, gefunden werden, dafür aber interessante frühbarocke Ornamente. Auch das Wappen von Kardinal Dr. Franz König als Glasmalerei wird erklärt. Nach dem 2. Weltkrieg erhielt die Erzdiözese Wien Kirche und Kloster von Großrußbach als Schenkung. Die stimmungsvolle Komplet rundet das erste Zusammentreffen ab.

Noch mehr Fotos von der Eröffnung des Pilgerwegs 2006 - vom 8.8.2006 finden Sie hier:
http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2006/08/03/a2674/

Mittwoch, 9. August 2006, 1. Tag

Der Eröffnungsgottesdienst findet in Wolkersdorf statt. Vor dem Pfarrzentrum werden wir von drei Diakonen und neun Pfarrern des Dekanats, an der Spitze Herr Dechant Thomas Brunner, empfangen. Trotz dicht gedrängter Innengänge und überfüllter Bänke ist die Kirche nicht in der Lage, alle, die den Gottesdienst mitfeiern wollen, aufzunehmen. Die Stirnseite des Langhauses ziert ein Doppeladler, weil die aus einem kleinen gotischen Kirchlein entstandene barocke Kirche von Karl VI. 1727 errichtet wurde, dessen Tochter Maria Theresia einige Jahre später den Turm hinzufügte.

In weniger als einer Stunde erreichen wir über Stoppelfelder Kirche und Schloss von Ulrichskirchen. Selbst Pilger aus der unmittelbaren Nachbarschaft sind überrascht, welche verborgenen Schätze hier versammelt sind.

Der 82-jährige Monsignore Burgmann, der in launigen Worten die Besonderheiten seiner Kirche darlegt, scheint selbst ein Beispiel für die Kraftquelle um den Hauptaltar. In der Antike war hier auch ein illyrisches, später keltisches und zuletzt römisches Heiligtum und die erste Kirche wurde auf einem Kastell aus der Römerzeit errichtet. Basis des Kirchenbaus ist romanisch, mit gotischen Nachbauten. Unter der Mörtelschicht waren Reste von Renaissancefresken verborgen, die erahnen lassen, wie prunkvoll die Kirche in dieser Stilepoche gestaltet wurde.

Entlang des Rußbachs geht es durch eine an Aulandschaften größerer Flüsse erinnernde Landschaft Richtung Kronberg. Die „Handschrift“ des Künstlers Prof. Hermann Bauch prägt das Weinlandkreuz am Weg nach Kronberg genauso wie die prachtvollen Glasfenster und der „abgehängte“ Christus – ein Geschenk von ihm -über dem Altar im Gotteshaus „Maria Trost“. Die Jugendkapelle Schleinbach, die uns schon bei der Kirche empfangen hatte, bietet eine flotte Umrahmung beim anschließenden Mittagessen im Dorfgasthaus. Die begeisternd hohe Anzahl von 541 Teilnehmern stellt das Dorfwirtshaus der 450 Seelen starken Gemeinde Kronberg vor einige Herausforderungen. Angeblich wurden sogar die älteren Ministranten zum Helfen abkommandiert.

Über den Höhenrücken des Predigtstuhls geht es weiter. Nach Westen sieht man die Wald- und Hügellandschaft des Kreuttals. In nicht einmal einer Stunde erreichen wir die dem heiligen Johannes Nepomuk geweihte Kirche in Traunfeld.

Nach weiteren ca. 20 Minuten treffen wir über einen langen Stiegenaufgang bei der Nikolauskirche in Wolfpassing ein. Die prachtvolle barocke Kirche macht der Meisterschaft Fischer von Erlachs alle Ehre. Wie bei so vielen Kirchen in unserem Vikariat hat der Reform(Über-?)eifer von Joseph II. auch hier einen wesentlichen – diesmal aber positiven – Einfluss – gehabt. Die Innenausstattung stammt nämlich aus einem aufgelassen Karmeliterkloster in Wiener Neustadt.

Durch einen flachen Hohlweg geht es auf den Käferberg und von dort talwärts zum Hl. Berg. Eine der ältesten Glocken Niederösterreichs, vermutlich 1452, entbietet uns schon früh einen Willkommensgruß. Die Haupttermine für Wallfahrten sind traditionellerweise Christi Himmelfahrt und im Herbst zu „Lamberti“, dem Patron der Kirche. Viele der älteren verbinden langjährige Erinnerungen an Wallfahrten zu diesem Ort. Ein junges Team, das den Pfarrgemeinderat Hautzendorf vertritt, findet treffende Formulierungen zur Geschichte und hat eine Labung vorbereitet.

Etwa 1 ½ Stunden zieht sich der schöne Agrarweg entlang von Riegelwald und Waldberg nach Niederkreuzstetten, wo wir um 18.20h eintreffen. Herr Pfarrer berichtet, dass seine Kirche – geweiht dem Heiligen Jakobus d.Ä. - zwar keine historischen Kunstschätze anzubieten habe, aber ein lebendiger Geist in ihr wehe. Die Pfarre bereitet sich darauf vor, am 5. Jänner 2007 ihre 800-Jahr-Feier zu begehen.

Die Nieder- und Oberkreuzstetter Frauen hatten großartiges geleistet. War der Herr Pfarrer beim Abmarsch von Wolkersdorf, als er von über 500 Teilnehmern gehört hatte, noch „etwas grau um die Nase“, weil man mit maximal 350 Teilnehmern gerechnet hatte, die zu verköstigen waren, ließ die Abendbewirtung im Feuerwehrhaus keinen Wunsch offen.

Noch mehr Fotos vom 9.8.2006 finden Sie hier:
http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2006/08/03/a2675/


Donnerstag, 10. August 2006, 2.Tag

Als wir um 8.00h in der Pfarrkirche von Pillichsdorf eintreffen, sehen wir schon von weitem, warum diese Kirche den Beinamen „Dom des Marchfeldes“ hat. Ein mächtiges Langhaus zeigt noch die Konturen der romanischen Basilika aus 1050. Das Altarbild zeigt die große Szene des Hl. Martin, dem die Kirche geweiht ist.

In Groß-Engersdorf, das wir (332 Pilger) entlang des Mühlbachs erreichen, zitiert der Pfarrgemeinderat aus einem Heimatlied, dessen ersten zwei Strophen lauten „zwischen Ebene und Hügelland“, was treffend die Lage dieses schmucken Orts beschreibt. Das alte gotische Presbyterium und der mächtige Wehrturm wurden zur vorigen Jahrhundertwende neugotisch erweitert, wobei Statuen aus dem vorherigen Bau sich harmonisch zu einem gefälligen Neuen zusammenfügen.

Wir nehmen den Weg über das plane Mühlfeld. Vor der neugotischen, frisch renovierten Kirche in Bockfließ begrüßt man uns mit einem freundlichen Transparent und Erfrischungen. Der Auszug aus der Kirche erfolgt in meditativem Pilgerschritt. (rechts, links, Wiegeschritt usw.). Vor der Kirche erfrischt Obst – fein aufgeschnitten – die Pilgerschar.

Auf dem „Weg zwischen schwarzem und weißem Gold“, (Weingärten und Pumpstationen der OMV), geht es über Hochfeld und Zeiselberg nach Auersthal. Hier hatte man sich zu der uns überall entgegengebrachten Gastfreundschaft noch einige Besonderheiten ausgedacht. Trachtenkapelle, zwei Diakone, Pfarrer mit einer Schar vom Ministranten samt Prozessfahnen holen uns ein. In der Pfarrkirche zum Heiligen Nikolaus ist der 1333 erbaute gotische Kernteil noch im Presbyterium zu erkennen. Im neugotischen Erweiterungsteil der Kirche ist ein Seitenaltar der heiligen Barbara geweiht, ein Hinweis mehr, dass wir uns im Erdölgebiet befinden. Die Marienrufe werden durch eine stimmige Schola unterstützt. Für die „Beschäftigung“ mit dem Hl. Nikolaus am Nachmittag wurde uns ein Lebkuchennikolaus ausgeteilt. Der köstliche Eintopf aus der Küche der Bezirksorganisation des Roten Kreuzes Gänserndorf wird von freundlichen Mitarbeitern an den Tisch serviert, die Blasmusik (auch der Herr Bürgermeister spielt mit), bildet eine schwungvolle Untermalung und selbst an eine Abfüllstation für die Trinkflaschen hatte man gedacht.

Über einen Feldweg durch eine typische Weinviertler Hügellandschaft geht es nach Raggendorf. Der Dechant und Pfarrer GR Dr. P. Kazimierz Wiesyk SAC verweist darauf, uns im Vergleich mit Auersthal nur sehr bescheiden, aber umso herzlicher begrüßen zu können und begleitet den Gesang mit seinem Akkordeon, was ihm heftigen, verdienten Applaus einträgt. Die Kirche des Hl. Agabit (auch Patron von Kremsmünster), welchem das neuklassizistische Gotteshaus gewidmet ist, dürfte seine Wurzeln in karolingischer Zeit haben. Flotte Polkas und Märsche der Dorfmusik geben mit der Erfrischung neuen Schwung für den Weiterweg.

Gleich nach der „Matzener Breiten“ empfängt uns eine dortige Abordnung mit Transparent und reicht uns Brot und Salz.

Nach einer starken Stunde über die „Matzener Breiten“ kommen wir in den Ort Matzen, wo im Pfarrgarten (besser als Park zu bezeichnen Kaffee und Kuchen und sonstige Erfrischungen auf uns warten). Es kommt zu einer berührenden Begegnung mit behinderten Menschen, die in der geschützten Werkstätte Matzen Heimat und Betreuung finden. Wir erhalten kleine Geschenke. Unsere Anfrage nach einer Spendemöglichkeit wird schlicht aber eindeutig zurückgewiesen. Eine Vertreterin der Werkstätte weist darauf hin, dass sie sich als eine nach außen offene Organisation verstehen und Besuche (insbesondere am 1. Wochenende vor dem Advent, wo es auch die Möglichkeit gibt, einzukaufen), sehr willkommen sind.

Die Matzener Kirche präsentiert sich als Kontrastprogramm zu unserem üblichen Bild von einem Gotteshaus. Aus den Reihen der Gastgeber präsentieren sich drei begeisternde Persönlichkeiten besonders, der Dechant und Pfarrer GR Dr. P. Kazimierz Wiesyk SAC hebt die Bedeutung von Vielfalt in seinem Pfarrverband hervor und hat uns schon als ziehharmonikerspielender Gastgeber beeindruckt. Der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Herr Dr. Hofer, findet geeignete Worte, uns die St. Leonhard und der Hl. Barbara geweihte Pfarrkirche näher zu bringen. Er schildert uns die gelungene Verbindung von sowohl tradiert- wertvollem und zeitgenössich- Fortschrittlichem als auch zwischen „schauendem Staunen“ und „denkendem Verstehen“. Neben den Anekdoten über den Bauherren Pfarrer Gradisch arbeitet er besonders heraus, dass es ein wesentliches Anliegen war und ist, Glaube und Arbeitswelt miteinander in Berührung zu bringen. Schließlich erläutert uns noch der Diakon sein pastorales Verständnis. Auch die von der Schola dargebotenen Gesänge, Weinviertler Tischgebet und Vaterunserlied nach niederösterreichischer Singtradition, hinterlassen bei uns allen einen tiefen Eindruck.

Über den Rücken des Königshutes und am Schneiderkreuz vorbei, gelangen wir in etwa 5/4 Stunden nach Prottes, wo uns im Ortszentrum der Herr Pfarrer samt Ministranten und Blaskapelle empfängt. Die Wallfahrtskirche „Maria am grünen Anger“ erfüllt wieder unsere konventionelle Erwartungshaltung an ein Gotteshaus. Herr Pfarrer erklärt uns, dass wir es mit der einzigen Kirche im Marchfeld zu tun haben, in der die Vollendung Marias dargestellt ist. Die Kirche stammt etwa aus dem 14. Jahrhundert und war lange unter der Patronanz des Stiftes Melk. Sie präsentiert sich harmonisch mit ihren verschiedenen Baustilen, wobei Elemente der gotischen Kirche und des Barock für den Betrachter dominieren. Man hofft, die um 1340 entstandene Madonnenstatue, von der derzeit nur eine Kopie den Hochaltar schmückt, aus Köln zurückkaufen zu können. Die Seitenaltarbilder der Heiligen Nikolaus und Sebastian stammen beide von Michael Rottmayr de Rosenbrunn, der die Karlskirche und vor allem Stift Melk geschmückt hat.

Das Wetterglück der bisherigen Tage bleibt uns beim anschließenden Abendessen auf dem Kirchenplatz erhalten, wo wir von der Pfarrgemeinde gelabt werden.

Noch mehr Fotos vom 10.8.2006 finden Sie hier:
http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2006/08/03/a2676/


Freitag 11. August 2006, 3. Tag

Um 8.00 Uhr werden wir beim Ortsanfang von Kopfstetten eingeholt und ziehen zur Wallfahrtskirche Maria Schutz. Um die Entstehung des offensichtlich künstlichen Hügels, auf dem sie errichtet ist, ranken sich viele Legenden. Ein ungewöhnlicher Kreuzweg mit gemauerten Stationen führt auf den Kirchenberg. Wir feiern das Morgenlob, das schon in den Bussen begonnen wurde, unter Linden und Erlen zu Ende.

Nach etwa 1 Stunde treffen wir 190 Pilger in Loimersdorf ein, wo sich in das Glockengeläute auch die Töne der Dorfmusik mischen. Die, der Hl. Maria Magdalena geweihte Kirche, mutet in ihrer Schlichtheit heimelig und ergreifend an. Im schönen Pfarrgarten werden wir aufs Beste gelabt.

Durch die ebenen und weiten Flächen des Marchfelds, die sich nach Westen und Süden bis hin zum Horizont ziehen, geht es weiter Richtung Lassee. Ein Teil der Strecke führt am Rußbach entlang und bietet viel Grün. In Lassee dürfen wir das Festzelt, das schon für ein Volksfest aufgebaut ist, verwenden und werden von den Gastgebern mit Schnitzelsemmeln und köstlichen Salzgurken verwöhnt. Herr Pfarrer P. Rupert Zöchbauer und Herr Bürgermeister erhalten dafür und für ihre Ausführungen den verdienten Applaus.

Um 13.15h trafen wir in der Pfarrkirche Lassee, die vom Stift Melk betreut wird und eine ehemalige Wehrkirche ist, ein.

Über die „Untere Heide“ geht es weiter nach Breitensee. Dort lernen wir eine sehr eigenständige und lebendige Pfarre, deren nette Kapelle gerade renoviert wird, kennen.

Ein besonderes Umfeld erleben wir in Marchegg, wo wir am Abend eintreffen. Von den 2400 Einwohnern sind etwa 1500 Katholiken und daneben gibt es viele Moslems. Die Kirche zur heiligen Margaretha ist ein mächtiges Gebäude, dass im Laufe der Jahrhunderte immer wieder durch kriegs- und politische Ereignisse devastiert und schrittweise wieder hergestellt bzw. neu aufgebaut wurde.

Neben den gotischen und barocken Teilelementen ist kulturhistorisch besonders der sezessionistische Seitenaltar von Hans Burtscher zu erwähnen. Von dieser Art gibt es überhaupt nur noch zwei weitere.

Die Begegnungen mit den Johannesbrüdern am Abend der Barmherzigkeit haben die Meisten von uns tief beeindruckt. Man bot flotte Gesänge und eine kraftvolle musikalische Begleitung dazu.

Noch mehr Fotos vom 11.8.2006 finden Sie hier:
http://www.pilgerweg.cc/pilgerweg/articles/2006/08/03/a2677/


Samstag, 12. August 2006, 4.Tag

Ein regenverhangener Morgen begrüßt uns– diesmal 168 - wieder im Marchfeld, als wir in Probstdorf eintreffen. St. Stephan ist Mutterpfarre 11 anderer Pfarren in der Region, erklärt uns Pfarrer Magister Helmut Schüller bei seiner Begrüßung. In der schön Instand gehaltenen Kirche besticht ein modern gestalteter Kreuzweg, bei dem jede Station an historische Ereignisse anknüpft.

Über einen Feldweg, der alleeartig von vielfältigen Bäumen und Sträuchern (Kirschen, Nuss, Holler, uva.) gesäumt ist, geht es etwa eine Stunde lang nach Franzensdorf, wo uns die Blasmusik zur Kirche geleitet. Die Kirche mit ihren Bildern von Kuppelwieser ist geräumiger, als man es in dieser 300-Seelen-Gemeinde vermuten würde. Möglich war dies durch die Großzügigkeit der Habsburger, (der Name Franzensdorf stammt wohl auch von Franz I.), die das, nach einem Eisstoß samt früherer Kirche zerstörte Dorf, wieder neu errichteten.

Über „Lehen“ und „im Hagen“ geht es weiter. Unterwegs können wir uns von der Fruchtbarkeit des Marchfelds überzeugen: Gemüse, Mais, Kartoffeln und andere Feldfrüchte gedeihen ganz offensichtlich.

Der Herr Pfarrer mit Ministranten samt orginiellem Transparent, holen uns in Leopoldsdorf ein. Anders als bei den meisten Marchfelder Kirchen kommt nur eine Stilrichtung, nämlich Barock, vor. Die vorherige Kirche, die bei den Türken- und Kuruzzenkriegen gelitten hatte, wurde bis auf den früheren Wacht- und jetzigen Kirchenturm abgetragen. Eindrucksvolle Kunstgegenstände bietet diese Markuskirche, besondere Seitenaltarbilder stammen von Martin Unterberger. Das Mittagessen wurde vom Bundesheer und örtlichen Betrieben gefördert, daher kann der Pfarrgemeinderat die Spende für die Hochwasseropfer in Dürnkrut widmen.

An der Zuckerfabrik vorbei und über den Spannwald kommen wir in die zweite Hälfte der Doppelortschaften, nämlich nach Obersiebenbrunn. In der schönen Barockkirche Maria Himmelfahrt können wir von der wechselvollen Geschichte dieses Gotteshauses hören. Gründer war Leopold III. („der Heilige“) auch Prinz Eugen und verschiedene Adelsgeschlechter zählten zu den Besitzern.

Im Schloss Obersiebenbrunn, das der koptischen Glaubensgemeinschaft übergeben wurde, haben wir die Gelegenheit zu einer Begegnung. Bischof Amba Gabriel dieser weltweit etwa 13,5 Mio. und in Österreich 5000 Gläubige umfassenden Kirche berichtet aus der uralten (Markus hat schon im 1. vorchristlichen Jahrhundert Ägypten missioniert) und wechselvollen, oft von Märtyrertum geprägten Geschichte. Was die Zusammenarbeit in Österreich betrifft, spricht er sich sehr positiv über die von Kardinal König gegründete, Gesellschaft Pro Oriente, aus. Sowohl der örtliche Herr Pfarrer als auch der koptische Bischof, unser Gastgeber, sprechen Hoffnung auf und wechselseitige Einladung zu verstärktem ökumenischen Dialog aus.

Vom Schloss bewegen wir uns durch Mischwälder, die sich immer mehr zu reinen Föhrenwäldern weiterentwickeln, bis wir zur weiten Hutweide kommen. Dabei handelt es sich um einen Rest eiszeitlicher, pannonischer Sanddünen, die in der Zeit Maria Theresias, als es galt, das Marchfeld als Kornkammer Wiens zu sichern, durch Anpflanzungen eingedämmt wurden. Die Feuerwehr Weikendorf war mit einem Einsatzfahrzeug eingetroffen, das uns mit Wasser versorgte. Bei den zu diesem Zeitpunkt allerdings schon etwa 2 Stunden anhaltenden, zum Glück nur leichten Landregen, war der Flüssigkeitsbedarf nicht so groß.

Ein besonderer Abend wurde uns in der Pfarrkirche zum heiligen Koloman in Weikendorf geschenkt. Das Zusammentreffen mit der Jugend brachte viele „Highlights“. Der Abend mit Pater Christoph in der Kirche war herzerfrischend. Niemand konnte und wollte sich der besonderen Stimmung entziehen, die aufkam, als die Jugend Geschenke verteilte. Ein Jahr lang hatten Jugend, Kinder und Senioren Keramiken geschaffen, die auf einem Weinblatt einen Fußabdruck, sowie Alpha und Omega zeigen.

Wie Probstdorf, ist auch Weikendorf eine der beiden Urpfarren des Marchfelds. Schon 1115 wird die Kirche St. Koloman geweiht. Der prachtvolle einheitliche Barockbau ist dem Umstand zuzuschreiben, dass im Zusammenhang mit der Abwehr der Türkenbedrohung, die kaiserlichen Truppen 1683 den Zufluchtsort der Einheimischen, nämlich Pfarrhof und Wehrkirche, zerstören mussten. Am Neuaufbau der Kirche ab 1689 war auch Barockbaumeister Jakob Brandtauer beteiligt. Die barocke Ausstattung von Hochaltar über die Seitenaltäre bis hin zur Orgel ist durchwegs außergewöhnlich. Die Jugendleiter/innen des Weinviertels haben im Pfarrhof einige Stationen zum Kennen lernen der Jugendarbeit – mit Tanz, Labyrinth, Wein, Zeichnen …. – vorbereitet. Die Pilger haben noch etwas Zeit, um da und dort ein wenig mitzumachen.

Noch mehr Fotos vom 12.8.2006 finden Sie hier:
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Sonntag, 13. August 2006, 5. Tag

Die ersten Sonnenstrahlen blinzeln durch die Wolken, als wir um 8.00h bei der Seelsorgestation Gänserndorf Süd, die am 14. Juli 1996 durch Kardinal Schönborn eingeweiht worden ist, ankommen. Unter der Holzkuppe der Emmauskirche, die Heimeligkeit und Geborgenheit vermittelt, hören wir das „Emmausevangelium“. Die Innenausstattung, vor allem die Bilder stammen vom Weinviertler Künstler Prof. Franz Kaindl und zeigen die einzelnen Stationen der Emmausgeschichte. Das vielfältige Engagement von Pfarre, Gemeinde und Laien in Gänserndorf Süd, wird uns ausführlich dargelegt.

Die rund 6km bis zur Gänserndorfer Pfarrkirche führen uns 150, zunächst auf schönen Wegen, durch den für diese Gegend typischen Föhrenwald um dann weiter übers Feld ins Ortsgebiet zu gelangen. Bürgermeister Johann Karl hat einen wunderbaren Weg für die Gruppe ausgesucht und begleitet uns heute als Wegmacher.

Den Sonntagsgottesdienst können wir mit der Pfarrgemeinde in der weiträumigen Kirche feiern. Er ist sehr festlich gestaltet und wird von der Musikgruppe musikalisch umrahmt. Die Kirche ist in der jetzigen Form durch einen 1961 erfolgten Erweiterungsbau entstanden, weil die alte Kirche einfach zu eng geworden war. Betroffen sind alle von einer Nachricht aus einer galiläischen, christlichen Partnergemeinde, die auf die dortigen Kriegswirren Bezug nimmt. Auf dem Kirchenplatz werden wir vom Küchenzug des Roten Kreuzes Gänserndorf vorzüglich gelabt.

In Gänserndorf schließen sich noch etwa 40 Pilger an und es geht über das Veitsbaumfeld nach Dörfles, wo wir die neu errichtete, schmucke Vitus-Kapelle, besichtigen können. Der Obmann des Kapellenvereins schildert uns Beweggründe, Anliegen und auch die hohe Identifikation der Ortschaft mit „ihrer Vituskapelle“.

Auf dem Weg nach Ollersdorf verlassen wir langsam das Marchfeld. Am Horizont sieht man im Norden den Mannersdorfer Abbruch, der die geologische Begrenzung von Weinviertel und Marchfeld darstellt. Auf der slowakischen Seite der March sind die Ausläufer der Karpaten gut auszunehmen. Vom Oberfeld aus sieht man bereits den Kirchturm von Ollersdorf und eine schöne Kellergasse. Als wir dann auch noch durch einen Hohlweg weitergehen, ist jedem klar, dass wir uns wieder im Weinviertel befinden.

Die Pfarrkirche von Ollersdorf steht prächtig da. Der erweiterte Altarraum ist voll von vergoldeten Figuren aus dem Spätbarock. Aus dem rechten und linken unteren Eck des Altarbildes schauen ein Pferde- und ein Kuhkopf hervor. Das Rätsel ist bald gelöst. Der heilige Leonhard, Patron der Kirche und auf dem Hochaltar stehend, ist auch Schutzpatron der Landwirte.

Beim gleichzeitig stattfindenden Feuerwehrfest werden wir herzlich willkommen geheißen und freundlich bewirtet.

Auf mit schönem Rasen bewachsenem Feldweg entlang des Ollersbachs gehen wir nach Angern. Die Einholung erfolgt durch Ministranten und den Herrn Pfarrer samt Prozessionsfahnen. Vor dem Einzug in die Kirche treffen wir mit den Pilgern aus der Slowakei zusammen. Schon von außen ist zu sehen, dass die Kirche dem Stilverständnis der 50-er Jahre entspricht. Drinnen hören wir später, dass es das erste eigene Gotteshaus der schon 1785 gegründeten Pfarre ist. Bis 1945 konnte nämlich die Schlosskapelle benutzt werden. Viel Engagement und Begeisterung der Bevölkerung waren notwendig, um dieses faszinierende Gotteshaus zu bauen. Schon am Eingang sind Mosaike des bekannten weinviertler Künstlers Hermann Bauch zu sehen. In der Kirche selbst mischen sich Exponate aus der alten Schlosskapelle mit zeitgenössischer Ausstattung in harmonischer Weise.

Einer der Höhepunkte unseres heurigen Weinviertler Pilgerweges ist die Begegnung mit den slowakischen Brüdern und Schwestern. Die polnischsprechenden Geistlichen des Vikariates stellten noch eine weitere, dritte Nation zu diesem internationalen Treffen.

Die Agape in der Machlandhalle wird schwungvoll von der Blasmusik aus Ollersdorf umrahmt. Mit dem Lied „wahre Freundschaft“ wurde Abschied genommen.

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Montag, 14. August 2006, 6.Tag

Zum Aufwärmen geht es über eine lange Treppe zur Pfarrkirche von Götzendorf. Die dem Heiligen Leopold geweihte Kirche wurde Anfang des 18. Jahrhunderts im jetzigen Zustand errichtet, und, wie so oft, waren Entscheidungen des Reformkaisers Josef II im Weinviertel von großer Bedeutung. 1784 erfolgte die Erhebung zur Pfarrkirche, die bis 1951 von dem Klosterneuburger Chorherren betreut wurde. Dechant Pater Karl Seetaler stellt sich als Mitglied des deutschen Ordens vor. Er wirkt seit 1981 als Pfarrer und später dann auch als Dechant. Besonders ist auf das barocke Marienbild im Seitenaltar hinzuweisen. Auch des Tagesheiligen Pater Kolbe wir in der Kirche mit einem Bild gedacht.

Entlang des Sulzbaches gehen wir 257 Pilger auf hübschem Weg entlang von Sonnenblumenfeldern und typisch weinviertler Hecken, weiter nach Waidendorf, wo wir die dem Hl. Ulrich geweihte Kirche aufsuchen.

Ein spätromanisches Haupttor mit gotischem Mittelteil und barockem Altarraum prägt die Kirche. In den Schwedenkriegen ziemlich ramponiert, wurde sie mehr oder weniger im jetzigen Zustand erneuert. Der frühere, der heiligen Maria gewidmete Seitenaltar ist nunmehr der Hauptaltar.

Weiter geht es nach Dürnkrut, wo sich das Innere, der dem Hl. Jakobus d. Ä. geweihten Kirche, im Barockstil prachtvoll zeigt. Besonders bemerkenswert sind Stuckatur, Fresken und die neu restaurierten Seitenaltarbilder. Anschließend werden wir im Pfarrhof und auf dem Pfarrplatz gelabt. Beim Gebet gedenken wir der Opfer der großen Hochwasserkatastrophe in Dürnkrut.

Über das Ungerfeld erreichen wir in Jedenspeigen historischen Boden. In der Kirche finden sich Reste des romanischen Teils, das Presbyterium hat gotische Elemente und schlussendlich kam ein barocker Teil dazu. Das den Hl. Martin zeigende Altarbild befindet sich im neugotischen Hochaltar, auch der Zubau (Marienschiff) ist im selben Stil. An die Familie Kollonitsch, die zwei Jahrhunderte Schlossherren und Pfarrpatrone waren, erinnern einige Grabmäler, davon zwei im Renaissancestil.

Die fesch eingekleidete Musikkapelle geleitet uns zum Schloss, das auch in der Schlacht am Waidenbach zwischen Dürnkrut und Jedenspeigen eine wesentliche Rolle gespielt hat. Wir werden mit Wurst- und Selchknödeln bewirtet, die in riesigen Kesseln auf Dreibeinen gesotten wurden. Auch hier werden wir aufs Freundlichste verwöhnt.

Vorbei an der Papstkapelle, die an die Zeit des „Eisernen Vorhanges“ erinnert, geht es weiter Richtung Sierndorf. Der wunderschöne Weg über den Goldberg bietet ein prachtvolles Panorama zu den Marchauen und in die Gebirgsausläufer auf slowakischer Seite. Von der Anhöhe sieht man bald die schön gelegene Kirche von Sierndorf. Durch eine Kellergasse gelangt man zu einem, wohl nicht anders als typisch weinviertlerisch zu bezeichnenden Kirchenvorplatz, der von Kellern gesäumt ist. Die außen sehr schön sanierte Kirche überrascht durch eine prunkvolle Ausstattung. Der imperial prächtige Hochaltar ist einer Klosterauflösung unter Joseph II. zu verdanken.

Über die „alte Ried“ kommen wir nach Waltersdorf, eine Filialkirche von Drösing. Den tiefsten Eindruck im Kirchlein, das gerade renoviert wird, hinterlässt das eindrucksvolle Hochaltarbild des heiligen Michael.

Beim Einmarsch in Drösing fragen wir uns, warum die Proportionen des Aufsatzes auf den mächtigen Turm mit diesem nicht zusammen passen. Bald erfahren wir von Herrn Pfarrer Vielnarscher, dass die Spitze erst später aufgesetzt wurde und der Turm einst als Wehrturm gedient hat. Reste der ersten Kirche zeigen sich in der 1984 wiederentdeckten romanischen Krypta. Im jetzigen Gotteshaus beeindrucken die barocke, prunkvolle Kanzel mit den vier Evangelisten und der genau so prächtige Hochaltar. Auf dessen Hauptbild sind die Leiden des Hl. Laurentius beängstigend realistisch dargestellt. Die Kirche selbst wurde erst 1797 errichtet. Das Geheimnis der hochbarocken Innenausstattung liegt ebenfalls im Reformwillen von Joseph II begründet, der das Franziskanerkloster in Langenlois auflöste und die prunkvolle Innenausstattung kam Drösing zugute.

Von hier beginnt der Autobustransfer nach Hohenau.
Am Glockenturm aus 1745, der 1967 an den neuen Standort verlegt werden musste, treffen wir mit den Ministranten zusammen und der Herr Bürgermeister entbietet uns seine Grüsse. Wir haben eine Möglichkeit, das Glockenspiel, welches das Hohenauer Heimatlied wiedergibt, anzuhören und das zivilgesellschaftliche Engagement des Initiators zu würdigen.

Die Kirche ist der „Auffindung des heiligen Kreuzes“ gewidmet. Das Altarbild zeigt die heilige Helena. Auch Hohenau ist eine alte Pfarre und Kirche aus dem 12. Jahrhundert. 1700 wurde die Kirche nach kriegerischen Verwüstungen neuerlich errichtet. Obwohl die Kirche nicht mit großen Kunstschätzen aufwarten kann, bietet sie einen überaus repräsentativen Rahmen für den Segensgottesdienst zum Ende der diesjährigen Pilgerfahrt. Das Team der Pfarre Hohenau zeigt schon in der Kirche, wie später im Pfarrzentrum, enormes Engagement. Der individuelle Segen der uns Pilgern und Hohenauer Pfarrkindern erteilt wird, ist von meditativen, stimmungsvollen Gesängen umrahmt. Die Pfarre Hohenau pflegt auch den alten, schönen Brauch der Kräuterweihe am Vorabend von Maria Himmelfahrt. Zur großen Freude und Überraschung (vor allem - aber nicht nur - der weiblichen Pilger) erhalten die Teilnehmer ein Kräutersträußchen. Die Bestimmungsversuche der einzelnen Pflänzchen dominiert den gemeinsamen Abend. Auch die Verköstigung im Pfarrzentrum ist vom Feinsten. Zusätzlich zum herrlichen Schweinsbraten gibt es gepflegte Getränke.

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Dienstag, 15. August 2006, 7. Tag

Nach dem Gewitterregen am Vorabend präsentiert sich der Morgen am Tag Maria Himmelfahrt zunächst verheißungsvoll. Als wir um 8.00h in Neusiedl/Zaya eintreffen, werden wir von der Blasmusik eingeholt und zur Kirche gebracht. Die Länge des schönen Kircheninneren wird durch die mehrfachen Erweiterungen im Laufe der Jahrhunderte erklärt. Die den Hl. Petrus und Paulus geweihte Kirche hat eine freundliche und helle Ausstrahlung. Alle Redner, insbesondere Pfarrer und Bürgermeister, entsprechen diesem Bild von Offenheit und Frische. Auch diese Pfarre ist dem Reformeifer Joseph II. zu verdanken. Die Gemeinde hat sich für die Pilger noch eine kleine Überraschung ausgedacht: Jeder erhält ein Stifterl reschen, typischen weinviertler Wein.

Über weites, flaches Hügelland, mit meist abgeernteten Feldern, was eine herbstliche Stimmung vermittelt, geht es an Gösting vorbei nach Zistersdorf, wo wir (262 TN) durch Seitengassen zur Stadtpfarrkirche ziehen. Dort erwarten uns die anderen Sternwallfahrer, Blasmusik sowie als Kernelement des festlichen Prozessionszuges, mit dem wir dann zur Kirche Maria Moos ziehen, eine Marienstatue.

Die bedeutende Wallfahrtskirche, die sich seit dem Abschluss der Restaurierungsarbeiten 2006 in einem ausgezeichneten Zustand präsentiert, existiert als wichtiger Ort der Marienverehrung seit 1159. Aufgrund der Lage außerhalb der Stadtmauern war sie immer wieder von Kriegswirren (Türken, Kuruzzen, Schweden) betroffen. Sie wurde von den Gläubigen immer wieder neu aufgebaut. Die heutige Barockkirche ist insbesondere mit einem Gnadenaltar im Seitenschiff und einem von Paul Troger stammenden Hochaltar „Maria Himmelfahrt“ geschmückt.

Die unübersehbare Pilgerschar hat sich im Pfarrgarten versammelt und lässt sich vom vorübergehend unfreundlichen Wetter nicht abschrecken. Unter den Linden kann man selbst ohne Schirm unbehelligt dem Gottesdienst beiwohnen. Eine frische Musik darbietende Singgruppe und das Blasorchester des Musikvereins Zistersdorf, welches sich auf sinfonischem Niveau bewegt, bieten eine erlesene Begleitung des Gottesdienstes. Mehr als 1000 Pilger/innen feierten den Abschluss der vier Pilgerwegjahre mit.

Ein deftiger Hauptgang sowie Kaffee und Kuchen, bei verbesserter Wetterlage zu Mittag, hebt auch die persönliche Stimmung.

Das abschließende Marienlob wird frisch und engagiert von Pater Benedikt mit vielen Mitwirkenden gestaltet.

Bei der Verabschiedung dominiert die Frage wie – außer der Pilgerreise nach Santiago di Compostella auf die sich viele freuen – sich diese Initiative weiterentwickeln wird. Jeder sollte das Seine beitragen.

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Das Pilgerwegtagebuch 2006 wurde wieder dankenswerter Weise von Christine und Friedrich Macher aus Ladendorf geschrieben!