wollen wir Ihnen hier kurz vorstellen. Nach der erfolgreichen Erstbegehung in der Karwoche 2009 und nach Genehmigung des EU-Leader Projektantrags können wir nun Details bekannt geben. Wir danken allen, die in den letzten 20 Monaten so intensiv an diesem Projekt mitgearbeitet haben.
Die Projektidee
Präsident des NÖ Landtags i.R. Mag.
Edmund Freibauer:
Der
sehr erfolgreiche Abschluss des Weinviertler Pilgerwegs in Santiago im Sommer
2007 hat in vielen Gesprächen die Idee gebracht, den alten Jakobsweg durch das
Weinviertel wieder zu aktivieren. Die Gruppe will sich dafür einsetzen, dass es
einen begehbaren Weg als Anknüpfung an die Wege von Lemberg-Krakau-Wien bzw.
Budapest-Wien-Salzburg-Innsbruck-Vorarlberg gibt. Derzeit ist der Weg von
Tschechien nach Wien nicht markiert und nicht begehbar. Die vielen Initiativen
die es für die Jakobswege in Österreich gibt, sollen durch einen markierten Weg
durch das Weinviertel ergänzt werden.
Eckdaten des Weges
bzw. zu berücksichtigende Punkte sind
+
Ausgangspunkt soll der Hl. Berg in Mikulov/Tschechien sein
+
der Weg soll auf den „Spuren des Weinviertler Pilgerwegs“ führen, soweit dies
möglich ist
+
der Weg soll im westlichen Weinviertel an den bestehenden Jakobsweg angebunden
werden z.B. in Mautern
+
es soll eine gute Wegbeschreibung, eine gute Markierung in der Landschaft und
eine spirituelle Begleitung geben (ev. in schriftlicher Form, Angebote auf dem
Weg …)
Bischofsvikar Matthias Roch und Hofrat Edmund Freibauer - die "Väter" des Jakobsweg Weinviertel
Bischofsvikar Prälat Dr. Matthias Roch:
Durch
die sehr gelungenen Wochen des Weinviertler Pilgerwegs in den Jahren 2003-2006
ist Pilgern im Weinviertel – d.h. im Vikariat Unter dem Manhartsberg der Erzdiözese
Wien – zu einem großen Thema geworden. Viele hunderte Menschen sind seit Jahren
auch aus dem Weinviertel auf Wallfahrtswegen unterwegs. Pfarren gehen immer
öfter auf Wallfahrt und besuchen die Wallfahrtsstätten in der Region (wie die
Wallfahrtskirche Maria Oberleis, den Dreifaltigkeitswallfahrtsort Karnabrunn
oder die Basilika von Maria Roggendorf, um nur ein paar wenige zu nennen) oder
auch in Europa in Form von großen Pilgerwallfahrten.
Daher
unterstützt die Kirche im Weinviertel
gerne die Initiative den alten Jakobsweg auf dessen Spuren wir auch während
des Weinviertler Pilgerwegs unterwegs waren wieder zu beleben.
Jakobswege in Österreich und ganz Europa
Jakobswege in Österreich
Jakobswege in ganz Europa
Ausgangssituation - Projektschritte
Ausgangssituation
Pilgern stellt ein „kultur- und religionsübergreifendes Phänomen“ dar. Der Pilgertourismus erlebt einen neuen Aufschwung und hat eine starke internationale Komponente. Dem wird u.a. in NÖ auch durch ein in Planung befindliches Projekt „Mitteleuropäisches Pilgerwegenetz“ Rechnung getragen, in das österreichische, ungarische und
slowenische Pilgerwege eingebunden werden.
Besonders bedeutend ist dabei auch das Netz der Jakobswege. Im Weinviertel soll ein Ast des historischen Jakobsweges, der von Krakau (PL) kommend über Ostrava (CZ) durchs Weinviertel führt und in den Jakobsweg entlang der Donau einmündet. (vgl. dazu:
Jakobskirchen und Jakobskapellen, Innsbruck 2006).
Die Routenführung
soll von Mikulov (CZ) / Drasenhofen über insgesamt 24 Gemeinden (Bezirke
Mistelbach, Korneuburg, Tulln, Krems) auf ca. 150 km verlaufen und bei
Furth-Göttweig an den schon bestehenden Jakobsweg anschließen.
Projekt Jakobsweg Weinviertel
In einem Projekt soll dieser Jakobsweg Weinviertel - beginnend mit Herbst 2008 - aufbereitet werden.
Vorgesehene Projektlaufzeit: 2 Jahre
Das Projekt umfasst:
(endgültige)Routenfestlegung
Beschilderung
(tourist.) Produktentwicklung (inhaltliches Konzept, Einbinden von Partnern, …)
Marketingmaßnahmen
(Homepage, Printprodukte, Werbemaßnahmen).
Mögliche
Streckenführung
Mikulov
(Hl. Berg) – Drasenhofen – Falkenstein – Poysdorf (Maria Bründl) –
Kleinhadersdorf - Mistelbach (Maria Rast) –(durch die Gemeinden Ladendorf, Niederleis, Asparn/Zaya) nach Oberleis
(Wallfahrtskirche Maria Oberleis/Jugendzentrum Oberleis) –
Ernstbrunn
– Großrußbach (Bildungshaus Schloss Großrußbach) weiter nach