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Jakobsweg Weinviertel
Seit
Jahrhunderten Pilgern die Menschen ins Heilige Land, nach Rom und nach Santiago
de Compostela. Der Besuch der Apostelgräber gilt als besondere Gnade. Der Weg
nach Santiago zum Grab des Apostels Jakobus war seit Jahrhunderten unter dem
Namen „Jakobsweg“ einer der beliebtesten Pilgerwege in Europa. In den letzten
Jahren entdecken viele Menschen diesen Weg neu und entstand eine große
europäische Pilgerbewegung. Hunderte Menschen machen sich Monat für Monat zu
Fuß auf den Weg nach Santiago de Compostela in Spanien.
Die
historische Forschung hat gezeigt, dass viele aus dem Osten Europas – z. Bsp.
aus Krakau, Lemberg … - durch das Weinviertel nach Wien und dann weiter der
Donau entlang nach Westen unterwegs waren. Auch heute gehen wieder Menschen aus
den östlichen Ländern Richtung Santiago. Diese Pilger/innen will das Projekt
„Jakobsweg Weinviertel“ auf ihrem Weg unterstützen.
Nach einigen
Monaten Vorbereitungszeit ist es nun sicher. Die Förderungen der Europäischen
Union wurden zugesagt, die Gemeinden am Weg haben positive Beschlüssen gefasst
und der „Jakobsweg Weinviertel“ wird errichtet. In den nächsten Monaten werden
Hinweistafeln und Wegweiser aufgestellt, es werden Pilgerkarten und
Begleitinformationen gedruckt und eigene Pilgerbegleiter/innen ausgebildet. Landtagspräsident
a.D. Mag. Edmund Freibauer und Bischofsvikar Prälat Dr. Matthias Roch haben ein
engagiertes Team zusammengestellt, die diesen Weg nun in Kooperation mit der
Weinviertel Tourismus GmbH. errichten und betreuen.
Der Jakobsweg Weinviertel führt vom Hl.
Berg in Nikolsburg/Mikulov über Drasenhofen, vorbei an der Jakobskirche in
Falkenstein, durch die Städte Poysdorf und Mistelbach zur Wallfahrtskirche
Maria Oberleis bei Ernstbrunn. Weiter geht der Weg nach Großrußbach zum
Bildungshaus und über die Wallfahrtskirche Karnabrunn, dem Michelberg, dem
Waschberg, vorbei an der Jakobuskirche in Leitzersdorf nach Stockerau. Entlang
des Wagrams geht es über Hausleiten, Stetteldorf zur Wallfahrtskirche Maria Trost
in Kirchberg am Wagram. Von dort geht es über Fels, Grafenwörth und Grafenegg
nach Krems. Die Bürgerspitalkirche „Zum Hl. Jakobus“ in Krems ist das
Etappenziel des Jakobswegs Weinviertel. Weiter gehen die Pilger/innen dann über
die Donaubrücke und schließen in Mautern an den österr. Jakobsweg Richtung
Santiago an.
Die Gemeinden
und Pfarren am Weg werden in den nächsten Wochen wichtige Informationen sammeln
und die Begleitmaterialien erstellen helfen. In den Kirchen am Weg werden
Stempelstationen eingerichtet und wenn alles klappt, wird der Weg am
Ostermontag 2010 feierlich in Großrußbach eröffnet werden.
Unsere Pfarre/Gemeinde wird Jakobsweggemeinde!
In den
nächsten Wochen wird auf unserem Gemeindegebiet der „Jakobsweg Weinviertel“
markiert. Es werden Wegweiser und Hinweistafeln aufgestellt und wir freuen uns
auf viele Pilger/innen, die in Hinkunft auch durch unser Gemeindegebiet gehen
werden. Jakobswegpilger sind auf dem Weg nach Santiago de Compostela in
Spanien. Sie wollen zu Fuß das Grab des Hl. Apostels Jakobus besuchen. Die
Wallfahrt zu den Apostelgräbern gilt unter Christ/innen als besondere Gnade.
Seit Jahrhunderten machen sich Menschen auf den Pilgerweg. Sie suchen die
Entschleunigung und geben ihrer Sehnsucht nach Spiritualität breiten Raum. Als
Gemeinden am Weg wollen wir die Pilger herzlich empfangen uns sie auch
unterstützen. Ein schattiges Bankerl, eine Wasserstelle oder ein öffentliches
WC, eine Möglichkeit zum Einkaufen oder zum Essen und manchmal auch ein Bett
zum Schlafen sind wertvolle Hilfen auf dem Weg. In unseren Kirchen werden
Stempel und Informationsstellen eingerichtet und die Pilger können bei uns die
Gottesdienste besuchen. Als pilgernde Kirche auf dem Weg wollen wir die
Menschen gastfreundlich empfangen und uns so gegenseitig im Glauben stärken. In
Kooperation mit der Weinviertel Tourismus GmbH. und den regionalen
Tourismusverbänden entstehen auch neue touristische Angebote, die europaweit
damit beworben werden. Damit trägt der „Jakobsweg Weinviertel“ auch zur
touristischen Entwicklung unseres Landes wesentlich bei. Neben den Radtouristen
erwarten wir in Zukunft auch verstärkt Wanderer und Fußpilger in unserer
Region.
Präsident des NÖ Landtags a.D. Mag.
Edmund Freibauer:
Der sehr erfolgreiche Abschluss des Weinviertler
Pilgerwegs in Santiago im Sommer 2007 hat in vielen Gesprächen die Idee
gebracht, den alten Jakobsweg durch das Weinviertel wieder zu aktivieren. Die
Gruppe will sich dafür einsetzen, dass es einen begehbaren Weg als Anknüpfung
an die Wege von Lemberg-Krakau-Wien bzw.
Budapest-Wien-Salzburg-Innsbruck-Vorarlberg gibt. Derzeit ist der Weg von
Tschechien nach Wien nicht markiert und nicht begehbar. Die vielen Initiativen
die es für die Jakobswege in Österreich gibt, sollen durch einen markierten Weg
durch das Weinviertel ergänzt werden.
Eckdaten des
Weges bzw. zu berücksichtigende Punkte sind
+ Ausgangspunkt soll der Hl. Berg in Mikulov/Tschechien
sein
+ der Weg soll auf den „Spuren des Weinviertler
Pilgerwegs“ führen, soweit dies möglich ist
+ der Weg soll im westlichen Weinviertel an den
bestehenden Jakobsweg angebunden werden z.B. in Mautern
+ es soll eine gute Wegbeschreibung, eine gute Markierung
in der Landschaft und eine spirituelle Begleitung geben (ev. in schriftlicher
Form, Angebote auf dem Weg …)
Bischofsvikar Prälat Dr. Matthias
Roch:
Durch die sehr gelungenen Wochen des Weinviertler
Pilgerwegs in den Jahren 2003-2006 ist Pilgern im Weinviertel – d.h. im
Vikariat Unter dem Manhartsberg der Erzdiözese Wien – zu einem großen Thema
geworden. Viele hunderte Menschen sind seit Jahren auch aus dem Weinviertel auf
Wallfahrtswegen unterwegs. Pfarren gehen immer öfter auf Wallfahrt und besuchen
die Wallfahrtsstätten in der Region (wie die Wallfahrtskirche Maria Oberleis,
den Dreifaltigkeitswallfahrtsort Karnabrunn oder die Basilika von Maria
Roggendorf, um nur ein paar wenige zu nennen) oder auch in Europa in Form von
großen Pilgerwallfahrten.
Daher unterstützt
die Kirche im Weinviertel gerne die Initiative den alten Jakobsweg auf
dessen Spuren wir auch während des Weinviertler Pilgerwegs unterwegs waren wieder zu beleben.
Neues Logo seit Jänner 2010
Im Verband mit dem Verein österr. Jakobsweg übernehmen wir gerne die gemeinsame "Wort-Bild-Marke" mit Regionsbezeichnung siehe http://www.jakobswege-a.eu/ (Zum Download einfach rechte Maustaste "Speichern unter" wählen ...)
Logos zur Verwendung für Pfarrblätter und Gemeindenachrichten (bitte nur verwenden, wenn grafisch das neue Logo nicht möglich ist)
Jakobsweg Weinviertel Logo mit Schriftzug (Download einfach anklicken bzw. "Speichern unter" wählen)
Logo Jakobsweg (Download einfach anklicken bzw. "Speichern unter" wählen)
Hinweisschild - ein nettes grafisches Element für die Berichterstattung
Ein Hinweisschild am Jakobsweg - Druckvariante zum Download (rechte Maustaste, speichern unter ... drücken)
Hintergrund des Jakobswegs (http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobsweg)
Als Jakobsweg (span.
Camino de Santiago) wird der Pilgerweg zum Grab des ApostelsJakobus in Santiago de Compostela in Spanien bezeichnet. Darunter wird in erster Linie der Camino
Francés verstanden, jene
hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab reicht und dabei die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León miteinander verbindet. Die Entstehung dieser Route fällt
in ihrem auch heute begangenen Verlauf in die erste Hälfte des 11.
Jahrhunderts. Ein Pilgerführer des 12. Jahrhunderts, der im Jakobsbuch (lat. Liber Sancti Jacobi), der Hauptquelle zur
Jakobusverehrung im Hochmittelalter, enthalten ist, nennt für den französischen
Raum vier weitere Wege, die sich im Umfeld der Pyrenäen zu einem Strang
vereinigen. Nach der Wiederbelebung der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela
in den 1970er und 1980er Jahren wurde der spanische Hauptweg 1993 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. 1998 erhielten auch die vier im Liber
Sancti Jacobi beschriebenen französischen Wege diesen Titel. Zuvor schon hatte
der Europarat im Jahre 1987 die Wege
der Jakobspilger in ganz Europa zur
europäischen Kulturroute erhoben und ihre Identifizierung empfohlen.
Entwicklung des
Wegenetzes seit 1980
1980 begann der
spanische Priester Elias Valiña Sampedro, den Camino
Francés in Nordspanien mit
gelben Pfeilen zu markieren und für den Aufbau eines Herbergsnetzes zu sorgen,
nachdem er zuvor eine Doktorarbeit über die historischen und kirchenrechtlichen
Grundlagen des Weges vorgelegt hatte. Zugleich nahmen namhafte
wissenschaftliche Kongresse und Aussellungen ( u. a. München 1984, Gent 1985)
die europäischen Dimensionen der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela in den
Blick. Die wachsende Popularität des Weges war für den Europarat Anlass, sich ebenfalls dem Thema zu widmen. Seine
Deklaration von Santiago de Compostela (23. Oktober 1987) erhob die Wege der
Jakobspilger in Europa zur ersten europäischen Kulturstraße (Council of Europe
Cultural Route). An Behörden, Vereine und Einzelpersonen erging die
Aufforderung, "die Pilgerstraßen nach Santiago in ganz Europa zu
kennzeichnen und zu identifizieren". Zwei internationale Kongresse, die
der Europarat im Oktober 1988 mit der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft auf Schloss Schney bei Bamberg und im September 1989 mit dem Centro Italiano di Studi
Compostellani in Viterbo veranstaltete, lieferten verbindliche Grundlagen für
eine Ausweisung der Routen. So betonte die Abschlusserklärung des Kongresses
auf Schloss Schney "mit Nachdruck die Notwendigkeit einer streng
wissenschaftlichen Identifikation der historischen Wege nach Santiago,
namentlich diesseits der Pyrenäen, sowie der weiteren Spuren dieses Kultes, die
sich auf schriftliche und ikonographische Dokumente wie auf Nachforschungen im
Gelände stützt". Die Erklärung hob hervor, dass dies eine
"unabdingbare Voraussetzung für deren Revitalisierung" sei.
Während des Kongresses
auf Schloss Schney konnten die Mitarbeiter des Inventars historischer
Verkehrswege der Schweiz (IVS) bereits umfangreiche und fachlich fundierte
Wegeprojekte für die Schweiz vorstellen. Der Schwabenweg von Konstanz nach Einsiedeln und seine Weiterführung zur Rhone gehörte nach dem "Camino Francés" und der Via
Podiensis zu den ersten
ausgeschilderten Wegen der Jakobspilger.
In Deutschland begann die Ausweisung von Wegen erst 1992, als der
evangelische Pfarrer Paul Geißendörfer zusammen mit sechs Jakobusgemeinden
einen Pilgerweg von Rothenburg ob der Tauber nach Nürnberg realisierte. Als Referenzprojekt für eine entsprechend
den Europarat-Bestimmungen historisch genaue Route gilt der Pilgerweg von
Nürnberg über Ulm nach Konstanz, der zwischen 1995 und 1999 nach zwei
Berichten spätmittelalterlicher Jakobspilger in enger Anlehnung an den Verlauf
einer Reichsstraße erarbeitet wurde. Seit 1999 erarbeiten die
Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe das Projekt Wege der Jakobspilger im Rheinland und in
Westfalen. In den neuen Bundesländern entstand 2003 als erste Route der
Ökumenische Pilgerweg im historischen Verlauf der Via
Regia von Görlitz nach Vacha. Seit
2005 werden die "Wege der Jakobspilger in Norddeutschland" mit den
beiden Hauptstrecken Via Baltica von (Usedom nach Osnabrück und Via
Jutlandica von Frederikshavn nach Glückstadt, letztere in dänisch-deutscher Zusammenarbeit, erarbeitet.
Die Wege in Österreich gehen weitgehend auf eine Privatinitiative des Autors Peter
Lindenthal zurück, der 1997 damit
begonnen hatte, durch Nachforschungen im Gelände einen Ost-West-Weg von Pressburg nach Feldkirch zu erschließen.
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Fotos für die Pressearbeit
Erstbegehung - Gruppe vor Falkenstein
Empfang in Krems - Karfreitag 2009, die Initiatoren mit der Gruppe der Erstbegeher
Das Kernteam bei der Planungsarbeit - Herbst 2008
Das Kernteam mit den Bürgermeistern und Bezirkshauptleuten bei einem Treffen in Großrußbach - September 2008
Jakobswege in Österreich - Übersichtskarte - www.jakobswege-A.eu
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