Dechant Hisch über den Pilgerweg 2004 Dechant Hisch (links) beim Abschlussfest in Kirchberg
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"Wir freuen uns, dass der Pilgerweg 2004 heuer bei uns fortgesetzt wird. Am 15. 8. 2003 wurde die erste Etappe in Kirchberg am Wagram feierlich abgeschlossen. Unser Dekanat schließt gleich an das Hadersdorfer Dekanat an. Von den 16 Pfarren unseres Dekanats sind 7 am Fuß des Manhartsberges, 5 liegen im Schmidatal und die restlichen 4 dazwischen.
Unser Dekanat zählt mit knapp 7.000 Katholiken zu den kleinsten Dekanaten. Die KMB und die KFB ist in fast allen Pfarren vorhanden und organisiert ein umfangreiches Jahresprogramm mit gutem Erfolg.
Wir begrüßen freudig die heurigen Pilger, freuen uns auf ihr Kommen und wollen mit ihnen um Gottes Segen für das Dekanat und Vikariat bitten."
(aus "Kirche im Weinviertel")
Sitzendorf - das Dekanat der kleinen, aktiven Pfarren von www.stephanscom.at Wir bringen hier auch den Bericht von www.stephanscom.at - eine spannende Serie über alle Dekante in der Erzdiözese Wien!
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Das Dekanat Sitzendorf ist eines der kleinsten Dekanate im Weinviertel. "Bei uns im Dekanat leben nur etwa 7.000 Katholiken", erzählt Dechant Heinrich Hisch, der seit 1966 Pfarrer von Maissau und seit 1991 Dechant im Dekanat Sitzendorf ist. |
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Im Dekanat Sitzendorf sind die meisten Pfarrer nicht bloß an einem Ort Pfarrer. "Vier Pfarrer haben bei uns je drei Pfarren zu betreuen", beschreibt Dechant Hisch die besondere Struktur der Kirche im Weinviertel.
Die größte Pfarre im Dekanat Sitzendorf ist Ravelsbach mit etwa 1.500 Katholiken. "Es gibt bei uns im Dekanat keinen 'Hauptort'", erklärt der Dechant, darum ist es auch schwer ein "Zentrum" im Dekanat zu finden. Außerdem ziehen zwei politische Bezirke durch das Dekanat eine imaginäre Grenze: Horn und Hollabrunn. |
Reges Leben trotz kleiner Pfarren
Dechant Hisch bei der Kreuzwegstation, die der italienische Künstler Carmelo Puzzolo 1994 gefertigt hat.
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Viele Pfarren im Dekanat Sitzendorf seien sehr klein, aber hätten trotzdem ein reges Leben. "Wartberg etwa ist ein gutes Beispiel, wie viel sich in einer Pfarre tun kann", so der Dechant. "Hier gibt es einen sehr guten Kirchenchor und ein Orchester dazu, daneben noch eine Musikkapelle, die für viel Aktivität und Leben in der Pfarre sorgen, und das obwohl nur 150 Menschen hier leben", führt Hisch aus.
Durch die Pendlersituation werden viele Veranstaltungen aufs Wochenende verlegt. "Die ganzen Vereine, die sich 'die Menschen teilen' haben am Wochenende ihre Termine. Da muss man sich gut koordinieren. Ich denke nur an die Musikkapellen, von denen es bei 16 Pfarren mehr als zehn gibt", erklärt der Dechant.
Auch die Katholische Männer- und Frauenbewegung ist im Dekanat aktiv und viele Menschen reisen zu den Veranstaltungen extra an. Außerdem erfreue sich die im Herbst 2004 begonnene Theologische Volkshochschule großer Beliebtheit, berichtet Dechant Hisch.
Für die Jugendlichen sei im Dekanat zu wenig los, die zieht es in die Bezirksstädte, oder zur großen "Steinbruchparty" nach Eggendorf, erzählt der Pfarrer von Maissau. Auf der Party war Hisch selbst zu Gast: "Man muss ja wissen, wo sich die jungen Leute tummeln", so der Dechant.
Das Leonhardifest neu belebt Heinrich Hisch, zufriedener Dechant in Sitzendorf.
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Das traditionelle Leonhardifest am 6. November hat Pfarrer Pater Rudolf Jarosch wieder reaktiviert. Nach der großen "Maul- und Klauenseuche 1982" sei das Fest neu belebt worden, um Dank zu sagen, dass alle Tiere wieder gesund seien. Im Lauf der Jahre entwickelte sich das Leonhardifest zu einem Dekanatsfest. An diesem Tag werden in Sitzendorf nicht nur die Pferde als Zugtiere gesegnet, sondern auch die neuen "Zugtiere" wie Traktoren und Autos.
"Ich bin immer wieder gefordert meinen Glauben zu reflektieren"Seine Aufgabe als Dechant definiert Heinrich Hisch wie folgt: "Ich bemühe mich eine große Klammer zu sein und ein weites Herz zu haben, damit jeder angenommen werden kann, wie er eben ist." Ziel müsse immer ein gutes Miteinander im Dekanat sein.
Die aktuelle Priesterzahl im Dekanat macht Hisch ein wenig Sorgen, aber der Pfarrer von Maissau ist sich bewusst, dass es anderswo auch nicht leichter ist. Die meisten Pfarrer im Dekanat greifen auf Leiterinnen und Leiter von Wort Gottes-Feiern zurück, um den Pfarren die Möglichkeit zu erhalten Gottesdienste zu feiern. "Ich fördere diese Wort-Gottes-Feiern, denn in der Vorbereitung und den gemeinsamen Gesprächen wachsen wir alle im Glauben. Auch ich bin in diesen Vorbereitungsstunden für diese Feiern immer wieder gefordert meinen Glauben zu reflektieren", betont Dechant Hisch.
Eine der großen Herausforderungen in der heutigen Zeit sei sicher die nötige Offenheit für die Fernstehenden. "Wege in die Kirche gibt es viele. Als Pfarrer braucht
Pfarrleben aufrecht durch Laienmitarbeit
Die Brüder Pichler, die Religionsbücher verfassten, waren Priester in Maissau, sie stammten aus Großkrut im Weinviertel
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Stolz ist Dechant Heinrich Hisch auf die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die das Pfarrleben nicht mehr aufrecht wäre. Aber auch auf zwei wichtige Priester, die in Maissau tätig waren. Die Brüder Wilhelm und Johann Pichler haben auch Bücher für den Religionsunterricht geschrieben. Für die beiden wurde eine Gedenktafel am Pfarrhof von Maissau enthüllt.
Beim Weinviertler Pilgerweg, der im Jahr 2004 durch die Region führte, ist Dechant Hisch vier Tage lang mit unterwegs gewesen. "Es hat mir selber gut getan", beschreibt er seine Eindrücke von der "imposanten Aktion im Vikariat Unter dem Manhartsberg".
Als Wünsche bleiben beim Dechant nur, "dass die Freude in der Kirche weiter wachsen kann, trotz aller menschlichen Probleme", so Dechant Hisch.
Dekanat Sitzendorf - StatistikPfarren: 16 Pfarrer: 4 Moderatoren: 3 Pastoralassistenten: 1 Pfarrverbände: 2 Katholiken: ca. 7.000
(stephanscom/red)
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