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Die 16 Pfarren und eine Expositur des Dekanates Hadersdorf müssen sich insgesamt acht Priester teilen. "Als Ergebnis des Priestermangels entstanden in unserem Dekanat in den letzten Jahren kleine 'Pfarrverbände'. Das Positive an dieser Situation ist, dass pfarrübergreifend gut zusammengearbeitet wird", berichtet Dechant Josef Morgenbesser.
Priester und Laien gemeinsam in der Seelsorge
Dechant Morgenbesser fördert die Arbeit von Priestern und Laien.
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Dem Dechant von Hadersdorf macht der Priestermangel Sorgen: "Wir Priester sind schon älteren Semesters, das bedeutet, dass der Priestermangel über kurz oder lang in unserem Dekanat noch deutlicher spürbar wird."
Dass die Laien im Dekanat immer mehr Schwerpunktaufgaben übernehmen freut den Dechant und auch die Pfarrer im Dekanat Hadersdorf. "Besonders die organisatorischen Dinge machen die Laien gut. Wir haben im Dekanat einen Pfarrversuch, bei dem eine Pfarre von drei Laien gemeinsam geleitet wird." Die Pfarre Großriedenthal wird von einem Pfarrteam geleitet. Das Team besteht aus dem Pastoralassistenten, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Pfarrgemeinderatsausschusses und einem weiteren Laien. Als Priester und Pfarrer steht der Abt von Melk Pater Georg Wilfinger zur Verfügung.
 Die pastoralen Herausforderungen werden in den Dekanatskonferenzen erörtert.
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"Die Menschen nehmen diese Form der Pfarrleitung gerne an, es ist ihnen viel lieber als die zweite oder dritte Pfarre eines 'Blaulichtpfarrers' zu sein", erklärt Dechant Morgenbesser. Die Pfarre Großriedenthal sei auch eine Pfarre die eine hochaktive Pfarrjugend habe, wirft der Pastoralassistent von Dechant Morgenbesser, Markus Mucha, ein.
Menschen bei ihren Lebenswenden ansprechenIm Dekanat Hadersdorf entstehen derzeit, nicht zuletzt durch den Ausbau der Schnellstraße S3, neue größere Siedlungszentren - Für Dechant Morgenbesser eine große Herausforderung. Denn durch den stark wechselnden Bewohneranteil sei die pastorale Arbeit schwieriger geworden: "Junge Menschen ziehen gemeinsam ein, und wollen bis zu einem gewissen Grad anonym bleiben und nicht 'aufgestöbert' werden. Hier mit pastoraler Arbeit anzusetzen ist einfach schwer. Wir als Kirche müssen noch mehr die Kontaktmöglichkeiten bei den typischen 'Lebenswenden' wie Taufe, Hochzeit und Begräbnis nutzen", erklärt Dechant Morgenbesser. Hochzeiten gibt es im Dekanat Hadersdorf viele, stehen doch einige sehr schöne Schlosskapellen zur Verfügung, die besonders für größere Feste genutzt werden.

Einmal pro Monat kommen die Priester und Laienvertreter in der Dekanatskonferenz zusammen.
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Die pastorale Arbeit im Dekanat ist für die versammelten Priester bei der Dekanatskonferenz klar: "Wir müssen einen Zugang zu den 'neuen Heiden' der Kirche schaffen. Eine große Chance würde sich durch die Feier der Sakramente bieten", meint Morgenbesser. "Immer wieder sind Menschen erstaunt darüber, wie einfach es ist Sakramente zu empfangen. Unsere Herausforderung ist es, die Menschen, die nicht glaubensgefestigt sind, von Kirche und Glauben zu begeistern."
Gemeinsame GlaubensfesteFeste gehören gefeiert. Diesen Grundsatz machen sich die verantwortlichen Pfarrer zu Nutze und initiieren Dekanatsveranstaltungen, die Menschen aus der Gegend zwischen Kamp und Wagram anlocken: Der Dekanatskreuzweg, die Dekanatsmaiandacht und das jährliche Dekanatsfest lassen viele Menschen zusammenkommen. "Wenn man mit etwa 300 Menschen betend und singend den Kreuzweg geht, dann ist es schon ein sehr gutes Gefühl, das Zusammenhalt vermittelt", so Dechant Morgenbesser. Die internen Treffen der Pfarrgemeinderäte im Dekanat und die übernommene Verantwortung der Pfarrgemeinderäte in den Pfarren sei ohnehin schon fast selbstverständlich, streicht Morgenbesser nochmals die funktionierende Zusammenarbeit im Dekanat hervor.
"Glaube hört nicht an der Kirchentür auf" "Glaube muss auch in den Familien gelebt werden."
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"In vielen Pfarren gibt es seit drei Jahren im Dekanat ein 'Glaubensgespräch' mit den Eltern der Erstkommunionskinder. Und alle Eltern kommen, nicht nur die Mütter. Das ist wichtig für die Glaubensvermittlung daheim, denn Glaube hört nicht an der Kirchentür auf", betont Dechant Josef Morgenbesser und erhält in der Dekanatskonferenz Zustimmung von den Pfarrern des Dekanates Hadersdorf.
Pro Jahr legt Dechant Morgenbesser etwa 11.000 km an Dienstwegen zurück. Denn um alle 17 Pfarren im Dekanat zu besuchen muss er an die 100 km fahren.
Das Jahrhunderthochwasser
Josef Morgenbesser freut die Zusammenarbeit der Pfarren.
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Für den Dechant aus Hadersdorf Josef Morgenbesser ist vor allem das Hochwasser 2002, das die Gegend prägend. "Die Menschen waren natürlich damals bestürzt und traurig. In der Ortschaft Gigging waren von 54 Häusern 50 überflutet. Aber das Hochwasser hat bei den Menschen nichts verändert. Zwar wird noch immer an den Schäden gearbeitet. So sind die Renovierungen der Kirchen von Etsdorf und Hadersdorf noch nicht ganz abgeschlossen. Aber sonst geht das Leben seinen gewohnten Gang. Es war einfach ein wetterbedingtes Jahrhundertereignis." Durch den neuen Staudamm ist die Region nun in Sicherheit, berichtet der Dechant.
Die "Arche" - die Caritas hilft
Freude über die Fertigstellung der "Arche" bei Pfarrer Ofenböck, Volksbankendirektor Hofinger, Caritaskoordinatorin Filip und Caritasdirektor Landau.
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Die Caritas hat ein großes Wohnhaus errichtet, das vorrangig für vom Hochwasser Geschädigte, aber darüber hinaus auch für andere Menschen in schwierigen sozialen Lagen, dafür ist die "Arche" gedacht ist. In Absprache mit der Gemeinde Hadersdorf und der Pfarrgemeinde von Hadersdorf werden die Wohnungen vergeben. "Wir hoffen auf ein gutes Miteinander von Jung und Alt in dem Haus," so der Wunsch der Caritas. Denn sowohl junge Menschen, Familien und Alleinerziehende mit Kleinkindern als auch ältere Menschen werden unter dem Dach in der Grillparzerstraße 4a ab Sommer einziehen.
Dekanat Hadersdorf - Statistik
Pfarren: 17 Pfarrer: 7 Moderatoren: 1 Pastoralassistenten: 2 Pfarrverbände: 3 Katholiken: etwa 14.500
(Stephanscom)
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