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Seit drei Jahren sind die Dekanate Wilfersdorf und Pirawarth ein einziges Großdekanat mit 21 Pfarren. "Dass es zwei Dekanate waren, ist noch immer im Zusammenhalt 'aus alten Tagen' spürbar", erzählt Dechant Ernst Steindl im Gespräch mit Stephanscom.at. "In der Dekanatskonferenz arbeiten die Menschen gut zusammen. Es ist ein großes Dekanat mit vielen Herausforderungen", so der 36-jährige Dechant.
"Alte" Zentren Mistelbach und Pirawarth prägen das Dekanat
Ernst Steindl ist mit den Pfarren im Dekanat zufrieden.
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Deutlich prägt die Bezirkshauptstadt Mistelbach das Dekanat. "Hier ist einfach vieles möglich, was in vielen kleinen Pfarren nicht durchführbar ist", ist sich Dechant Steindl bewusst. Somit blieben die alten Dekanatszentren Mistelbach und Pirawarth die Zentren für Bildungsarbeit, Caritas und Großveranstaltungen.
Das Dekanat ist geprägt von vielen Ordensgemeinschaften. Derzeit leben und arbeiten im Dekanat sieben Ordenspriester, von denen fünf Moderatoren in Pfarren sind."Durch die Ordensmänner haben wir eine bunte Palette an Spiritualität im Dekanat, die durch die Patres lebendig wird", freut sich Steindl. Das strahle natürlich auch auf die Lebendigkeit der Liturgie aus. "Es ist schön in den Pfarren freudig und lebendig Liturgie feiern zu können", ist Ernst Steindl zufrieden.
Viel Engagement in den Pfarren Spiritualität ist Dechant Ernst Steindl besonders wichtig.
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Überhaupt gäbe es viele engagierte Christinnen und Christen, die erkannt hätten, "Kirche ist etwas, das ich mittragen kann und will", formuliert Steindl. "Dieses Mittragen findet nicht nur im Pfarrgemeinderat, sondern auch in der Sakramentenpastoral und im Dienst der Verkündigung statt. Mich fasziniert die große Liebe zu den kleinen Diensten, wie Mesnerdienst, Blumenschmuck und Kontaktperson zu sein zur politischen Gemeinde, zur Freiwilligen Feuerwehr, den diversen Vereinen", erzählt Steindl. Bei vielen sei das Gefühl gewachsen, "das ist meine ureigenste Aufgabe", und das sei wichtig für die Gemeinschaft in der Pfarre. Denn das Leben der Pfarre liege in den Händen der Pfarregemeinde selbst, ist Steindl überzeugt.
Krankenhaus-Seelsorge ist HerausforderungEin große pastorale Herausforderung sei das große Bezirkskrankenhaus in Mistelbach. "Hier stellen sich die Seelsorger in den Dienst der Menschen und helfen der völlig unterbesetzten Krankenhausseelsorge", so der um die Seelsorge besorgte Dechant . Die Caritas, einer der Grunddienste der Kirche, ist im Dekanat Mistelbach-Pirawarth höchst aktiv. Nicht zuletzt, weil die Pfarrcaritas-Hauptverantwortliche des Weinviertels, Grete Bogner, im Dekanat wohnt. Auch Vikariatsrätin Maria Neustifter, die Ausschussleiterin des Caritasausschusses im Vikariat Unter dem Manhartsberg, wohnt im Dekanat Mistelbach-Pirawarth. "Damit haben wir eine kräftige und sehr aktive Führung der Caritas in unserem Dekanat", ist Ernst Steindl zufrieden.
"Menschen mit Berufung entdecken"
Dechant Steindl ist stolz auf 21 selbständige Pfarren.
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Unter den 21 Pfarren des Dekanates Mistelbach-Pirawarth befinden sich viele kleine Pfarren. Filialkirchen gebe es allerdings wenige, denn beinahe jede Kirche sei auch Pfarrkirche, erklärt Dechant Ernst Steindl. "Die Pfarrgemeinden haben eine hohe Selbständigkeit erreicht, weil viele Menschen ihre Berufung entdeckt haben", so Dechant Steindl. Der Großteil der pastoralen Aufgaben sei in den Händen ehrenamtlicher Mitarbeiter.
Für Dechant Steindl ist es wichtig, dass auch "den kleinen Gemeinden ermöglicht wird, Pfarrgemeinde zu sein. 'Christsein am Ort' ist für mich unabdingbar", so Ernst Steindl. Dafür brauche man Unterstützung und pastorales Personal, nicht nur sogenannte 'Blaulichtpfarrer', betont Steindl kritisch. Es müssten nicht unbedingt Priester sein, so der Dechant, "aber es müssen Menschen mit Leitungsqualität und spiritueller Kompetenz sein." Es gäbe solche Menschen, die Herausforderung für die Zukunft sei, diese zu finden und einzusetzen, ist Steindl überzeugt. Denn mit der Zeit werden die wenigen pastoral Engagierten, die immer größer werdenden Belastungen nicht mehr erfüllen können, befürchtet der Dechant.
Natürlich blieben als Dechant Wünsche offen, so Steindl, aber die sind eher allgemeiner Natur, so etwa ein noch besseres Zusammenarbeiten im Dekanat, um von den Synergien zu profitieren. Kritisch ist Dechant Steindl mit der Diözesanleitung: "Als Pfarren sind wir hier einfach 'ab vom Schuss'. Bei den kleinen Pfarren hat man manchmal das Gefühl nicht zu den Hauptanliegen der Diözesanleitung zu gehören. Hier müssen wir einfach noch mehr und noch deutlicher unsere Anliegen kommunizieren."
Das Heute mit der Tradition verbinden In Wilfersdorf liegen die Vorfahren der Fürsten Liechtenstein begraben.
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Dechant Ernst Steindl kam direkt von der Jugendseelsorge in Oberleis als Pfarrer nach Wilfersdorf: "Es war schon ein Umstieg. Ich mußte meinen Alltagsrhythmus und mein Leben anders strukturieren. Als Dechant bin ich manchmal bis über meine Kräfte hinaus gefordert, aber meine Mitbrüder und die vielen Menschen helfen mir, die Aufgabe als Dechant zu tragen."
Ein Großprojekt steht im kommenden Jahr an: "Nächstes Jahr führt der Weinviertler Pilgerweg 2005 durch unser Dekanat, da gilt es noch viel vorzubereiten. Es wird sicher ein großer und wichtiger Impuls für unser Dekanat." Alte Wallfahrtsorte würden wieder aufgesucht und es gelänge das Heute mit der Tradition zu verbinden, ist Steindl sicher. "Darüber hinaus tut es in der großen Gruppe gut, gemeinsam Glauben zu erleben."
Dekanat Mistelbach-Pirawarth - StatistikPfarren: 21 Pfarrer: 4 Moderatoren: 6 Kapläne: 1 Pastoralassistenten: 1 Pfarrverbände: 1 Katholiken: 18.500
Die Pfarren im Dekanat
(Stand: November 2004)
Das Dekanatsteam zum Pilgerweg 2005:
Mistelbach beim Pfarrfest!
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Voll Hoffnung und froher Erwartung blicken wir auf den Weinviertler Pilgerweg in unserer Region. Mit der Neuordnung unseres Dekanates im Jahr 2000 ist eine große Dekanatsgemeinschaft Mistelbach-Pirawarth entstanden. Die 21 Pfarren verbinden sich seither gerade in ihrer geschichtlichen, kulturellen und spirituellen Eigenart zu einer bunten Einheit. In den vielen sehr kleinen Ortschaften wurzeln Glaube, Gebet und gelebtes Christsein genauso wie in der Bezirksstadt Mistelbach. Dieser Weg des Gebetes, des Glaubens und der Gemeinschaft schenkt den Menschen Kraft. Er macht uns mit der biblischen Botschaft vertraut, er tröstet, richtet auf und macht das Christsein erlebbar. Er zieht weite Kreise und erreicht nun endlich auch unser Dekanat. Am Samstag, dem 13. 8. wird unser gemeinsamer Weg im südlichen Teil unseres Dekanates starten. Von der Pfarrkirche Obersulz aus führt uns der Weg auf den Wachtberg. Über das Museumsdorf Niedersulz mit seinen unvergleichlichen Schätzen Weinviertler Dorfkultur gelangen wir zum bis heute lebendigen Pilgerziel „Siebenrusten“. Hierher sind besonders auch Pilger des angrenzenden Dekanates Zistersdorf eingeladen, durch das der Pilgerweg nächstes Jahr führen wird. Anschließend empfängt uns die Pfarre Hohenruppersdorf, und von dort aus werden wir nach Bad Pirawarth gelangen, wo wir in der Pfarrkirche eucharistische Anbetung feiern. Am Sonntag, dem 14. 8., beginnen wir am Morgen in der Pfarrkirche Hüttendorf und gehen von dort nach Mistelbach, wo wir an der Gemeindemesse teilnehmen und anschließend zu einem Zusammensein im Pfarrzentrum eingeladen sind. An diesem Tag sollen ja vor allem auch Kinder und Familien am Weinviertler Pilgerweg teilnehmen können. In Maria Rast werden wir auf dem Weg nach Eibesthal ein Marienlob feiern. Nach der Statio in der Pfarrkirche, wo derzeit wieder die „Eibesthaler Passion“ aufgeführt wird, machen wir uns auf den Weg nach Wilfersdorf, wo wir über den Heiligen Berg zur Pfarrkirche kommen und den Tag beschließen. Für Montag, den 15. 8., planen viele unserer Pfarren, vormittagsihre gewohnten Fußwallfahrtsstrecken nach Maria Bründl zu gehen und so zum festlichen Abschlussgottesdienst zu pilgern. Wir heißen alle Pilger an den großen und kleinen Stätten des Glaubens in unserem Dekanat herzlich willkommen und freuen uns auf den gemeinsamen Weg mit Gott.
Dechant Mag. Ernst Steindl Dekanatsvertreter Dipl. Ing. Dr. Ferdinand Faber und Maria Neustifter
(stephanscom)
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