Das Dekanat Laa-Gaubitsch © stephanscom

hat seit 2005 einen neuen Dechant. Dr. Christoph Goldschmidt koordiniert die Geschicke im Doppeldekanat. Mag. Franz Pfeiffer (Bild) hat nach vielen Jahren eine neue Aufgabe im Dekanat Hollabrunn übernommen! Alt und Neu ... mit vielen spannenden Einblicken!

Dechant Dr. Christoph Goldschmidt zum Pilgerweg 2005:

© vikariat
Dechant Dr. Christoph Goldschmidt

Als neuer Dechant des Dekanats Laa- Gaubitsch freue ich mich, unser Dekanat in der „Kirche im Weinviertel“ vorzustellen und vor allem zum Pilgerweg einzuladen, der heuer zwei Tage lang durch unser Dekanat führen wird. Das Wort „neu“ hat für unser Dekanat eine besondere Bedeutung: Vergangenes Jahr wurde unser Dekanat als „Doppeldekanat“ für ein Jahr probeweise neu errichtet, im vergangenen Herbst fand diese „Probezeit“ ein Ende. So sind wir als Dekanat Laa-Gaubitsch ein ganz „neues“ und recht großes Dekanat (19 Pfarren*, eine Pfarrexpositur, ca. 15. 400 Katholiken).
Das Dekanat Gaubitsch war das älteste Dekanat des Weinviertels, Gaubitsch selbst ist auch die älteste Pfarre unserer nunmehr 20 Pfarren. In den letzten beiden Jahren war nicht nur die Zusammenlegung der beiden Dekanate eine große Umstellung, sondern es wurden auch elf unserer 20 Pfarren neu besetzt. Von den neun aktiven Priestern im Dekanat sind fünf Priester im vergangenen bzw. in diesem Jahr neu in die Pfarren gekommen.
Was ist für unser Dekanat typisch? Geographisch liegt es an der tschechischen Grenze, die Kontakte zu unseren Nachbarn sind noch sehr am Anfang, es ist aber sehr großes Interesse da, Gemeinsamkeiten aufzubauen, der letzte Dekanatsausflug führte uns nach Tschechien!

Die wirtschaftliche Lage unseres Dekanates wird durch die Grenznähe geprägt. Neben wenigen Großbetrieben und der neuen Therme in Laa, sind es vor allem kleine Betriebe, die Arbeit in der Region ermöglichen. Die Zahl der hauptberuflichen Landwirte ist stark zurückgegangen, viele Frauen und Männer pendeln täglich nach Wien oder Mistelbach. Die ersten Schritte des Zusammenwachsens“ und das einander „Näherkommen“ der beiden Dekanate sind in den vergangenen eineinhalb Jahren geschehen. Die sehr aktive katholische Frauenbewegung, die regelmäßigen Dekanatskonferenzen und die PGR-Treffen sind dazu ganz wichtige Hilfen und Orte der Begegnung. Wir bemühen uns, immer mehr zusammen zu arbeiten, um über den „Tellerrand“ der eigenen Pfarre hinaus zu schauen.
Der gemeinsame Familienkreuzweg, der jedes Jahr in einer anderen Pfarre gestaltet wird, das monatliche Taizé – Jugendgebet in Gaubitsch, die gemeinsame Männerwallfahrt, die von Staatz aus organisiert wird, der Weltgebetstag der Frau, die gemeinsame Fahrt der Ministranten zur Mini-Wallfahrt nach Klosterneuburg im Herbst sind dabei wichtige „Bausteine“. Fortbildungsveranstaltungen, Schulungen und Vorträge, werden für das ganze Dekanat angeboten.
Laa stellt für unser Dekanat sicherlich einen Mittelpunkt dar: Für das ganze Dekanat gibt es in Laa eine gemeinsame Sonntag-Abendmesse. Das Landespensionistenheim St. Vitus, verbindet ebenso alle unsere Pfarren: Hier wohnen Senioren aus der ganzen Umgebung, wo sie bestens betreut werden. Die Priester des Dekanats wechseln sich bei den Gottesdiensten ab. Für den Pilgerweg haben wir eine Route zusammen gestellt, die sowohl landschaftlich als auch, was die Auswahl der Kirchen und Marterln betrifft, einen guten „Querschnitt“ von unserem Dekanat zeigt. Wir freuen uns, den Pilgern einen Blick in unser Pfarrleben und unser Leben hier an der Grenze zum ehemaligen Osten zu gewähren.

Wir freuen uns auf den Pilgerweg in unserem Dekanat, auf das gemeinsame Singen, Beten und auf die Begegnungen.

Dechant Dr. Christoph Goldschmidt,
Dekanatsvertreterinnen Johanna Denner und Elisabeth Staribacher

Ein Dechant mit Ablaufdatum - ein Bericht aus dem Jahr 2004 von Stephanscom.at

Dechant Franz Pfeifer ist ein Dechant mit Ablaufdatum. Seine Aufgabe ist es, die beiden Dekanate Laa und Gaubitsch zu einem zu vereinigen. "Ich sehe mich als die Person der Einheit", beschreibt Franz Pfeifer seine Aufgabe.

Franz Pfeifer hat keine einfache Aufgabe: Durch eine Entscheidung des Wiener Erzbischofs wurde das älteste Dekanat Gaubitsch mit dem Dekanat Laa zu dem neuen Großdekanat Laa-Gaubitsch zusammengelegt. "Diese Situation erfordert Umstellungen in den verschiedensten Bereichen", erklärt Pfeifer. "Die Situation wird uns etwas erleichtert, da Laa die größte Stadt in der Region ist. Das ganze Leben ist nach Laa ausgerichtet. Die Schulen, Einkaufszentren und Behörden machen Laa zu einem pulsierenden Ort im Weinviertel."

Zwei Dekanate zu einem zusammenbauen

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Dechant Franz Pfeiffer erklärt die Grenzen des neuen Groß-Dekanates Laa-Gaubitsch.

"Die Aufgabe in einem Jahr die beiden Dekanate zusammenzuführen ist sehr spannend", erzählt Franz Pfeifer, der "Dechant mit dem Ablaufdatum". "Im Herbst gehe ich einer neuen Aufgabe nach. Meinem Nachfolger will ich ein neues, in sich geschlossenes Dekant übergeben", betont er. "Ich bin zur Zeit Krisenmanager. Als 'Person der Einheit' kann und muss ich versuchen den Ausgleich zwischen den verschiedenen Richtungen im Dekanat zu schaffen. Immer wieder bin ich der Feuerwehrmann, wenn es Probleme gibt. Aber ich wirke auch als Begleiter, wenn es neue Aufbrüche und neue Wege in der Zusammenarbeit gibt. Oftmals geht es darum, festgefahrene Strukturen aufzubrechen." Dechant Pfeifer veranschaulicht die Dekanats-Situation mit einem Beispiel: "Ein Pfarrer geht weg und heiratet. Die Gemeinde bleibt zurück mit Unverständnis, Ablehnung einerseits und nachvollziehbarem Mitgefühl andererseits. Hier geht es darum die Diskussion mit den Menschen auszuhalten und den Spagat zwischen den beiden Polen zu schaffen."

Kapläne sollen Kapläne sein dürfen

Dechant Franz Pfeifer ist immer wieder mit Sorgen der Menschen in den Pfarren des Dekanates konfrontiert. Vor allem mit den unterschiedlichen Frömmigkeiten. "Wenn der zuständige Pfarrer nicht die Menschen erreicht, dann kommt es zu Problemen in der Pfarre. Hier ist ein Begleiten im 'Aufeinander zugehen' nötig."

Wichtig ist dem Dechant auch die Situation der Kapläne. In der Priestergemeinschaft in Laa leben zwei Kapläne. Für sie wünscht er sich, dass sie einige Jahre lang Kapläne sein dürfen und nicht vom ersten Tag an die gesamte Pfarre im Blick haben müssen. "Ein Kaplan kann, eben weil er noch jung ist, eine ganz andere Gruppe Menschen ansprechen. Das ist für eine Gemeinde wichtig und für die Entwicklung der jungen Priester."

Laa - Zentrum einer Priestergemeinschaft im Pfarrhof

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Die Pfarrkirche Wulzeshofen, eine der Pfarren von Dechant Pfeiffer.

In der Pfarre Laa an der Thaya leben im Pfarrhof in einer Priestergemeinschaft mit dem Dechant Mitglieder der neuen geistlichen "Gemeinschaft der Nachfolge Jesu", die ihr Zentrum in Ottental hat. "Hier gibt es einfach alle Formen des Umgangs mit einer neuen geistlichen Strömung: von Annahme über Neugier bis zur Ablehung der Frömmigkeitsform der Gemeinschaft. Als Dechant versuche ich auf beiden Seiten Korrektiv zu sein. Die Menschen im Dekanat haben einen eher traditionellen Glauben, da muss man sehr behutsam mit Neuem umgehen," berichtet Pfeifer.

Im Dekanat achtet Dechant Pfeifer auf die Traditionen, die Zusammenarbeit und die Kommunikation: "Gemeinsame Aktionen sind momentan wichtig. So fand der 'Weltgebetstag der Frauen' in Laa als Dekanatsgebet statt. Oder die Pfarre Patzmannsdorf bietet die 'Exerzitien im Alltag' nicht nur in der eigenen Pfarre an, sondern lädt auch die umliegenden Pfarren ein. Und es kamen tatsächlich Menschen aus sechs verschiedenen Pfarren", berichtet Dechant Pfeifer. "Solche Schwerpunktzentren, die es auch im Bereich der Erwachsenenbildung gibt, lassen die Umgebung leben, denn auch die finanzielle Situation der sehr kleinen Pfarren muss bedacht sein."

Pfarrgemeinden müssen die Pfarre mittragen

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"Gemeinsame Aktionen sind momentan wichtig."

"Es gibt erste Erfolge in der Zusammenarbeit der Pfarren, aber trotzdem muss die Kirche am Ort, die Pfarre gefördert werden. Da ein Pfarrer immer mehrere Pfarren zu betreuen hat, kann er meist nur mehr der Begleiter der Menschen sein. Hier wird der Pfarrgemeinderat aufgewertet und die Eigenständigkeit der Gemeinde betont. Im Gegensatz zu früher, als der Pfarrer 'eh alles gemacht hat'", so Dechant und Pfarrer Franz Pfeifer. In den Pfarren des Dekanates gäbe es immer wieder Wort-Gottes-Feiern, um die Gemeinde am Ort am Leben zu erhalten. "Jeden Sonntag gibt es in der Pfarrekirche Laa um 19.00 Uhr eine Dekanatsmesse, die jeweils von einem Priester aus dem Dekanat mit der Gemeinde gefeiert wird.

Dechant Franz Pfeifer ist selber ein "Multipler Pfarrer": Er betreut die Gemeinden Hanfthal, Wulzeshofen, Fallbach, Hagenberg und Loosdorf.
Als Hilfen hat stehen ihm  zwei Kapläne und eineinhalb Pastoralassistenten im Dekanat zur Seite.

Dekanat Laa-Gaubitsch - Statistik

Pfarren: 19 + 1 Expositur
Pfarrer: 8
Kapläne: 2
Pastoralassistenten: 2
Katholiken: etwa 15.400

Die Pfarren des Dekanates Laa-Gaubitsch

(Stand: Juli 2004)

September 2004:
Dechant Pfeiffer hat nach Hollabrunn gewechselt!
Neuer Dechant ist Dr. Christoph Goldschmidt, Pfarrer von Laa u. Kottingneusiedl.
Neuer Pfarrer in Unterstinkenbrunn und Gaubitsch ist Mag. Christian Wiesinger.
Neuer Pfarrer in Hanftal und Wulzeshofen ist Mag. Phillipp Seher.
Neuer Pfarrer in Wildendürnbach und Pottenhofen ist Mag. Günther Anzenberger.

(stephanscom)

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