Das Dekanat Großweikersdorf schmiegt sich an das Schmiedatal an und erstreckt sich als längliches Dekanat im westlichen Weinviertel. "Wir sind ein typisches Pendlergebiet", so Dechant Pecha: "Und unser Dekanat wird von drei politischen Bezirken zerteilt." Teile von Korneuburg, Tulln und Hollabrunn gehören zum Großweikersdorf. Dechant Norbert Pecha muss also nicht nur mit einer, sondern mit drei Bezirkshauptmannschaften Kontakt halten.
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18 Pfarren hat der Dechant zu betreuen. "Bis vor wenigen Jahren war ich selber Pfarrer von insgesamt sechs Pfarren, aber das war nicht mehr machbar, weil man nirgends wirklich Pfarrer sein kann", erzählt er.
Inzwischen sind im Dekanat zwei Pfarrverbände errichtet worden und dadurch geht es ein wenig besser, wie der Dechant berichtet. Manches an Personalproblemen sei auch hausgemacht, "denn bereits als Erzbischof Jachym die Pfarre Glaubendorf wieder errichtet hat, waren schon nicht genügend Priester da, um alle Pfarren zu besetzen", schildert Dechant Pecha.
"Wirtschaftlich gesehen ist das Dekanat Großweikersdorf das Gebiet in Niederösterreich, in dem die Menschen am wenigsten verdienen. Wegen der vielen Firmenabsiedlungen in den Osten haben wir viele Arbeitslose", berichtet der Dechant.
Besonders aktiv sei im Dekanat die Katholische Männerbewegung und die Frauenbewegung, so Dechant Pecha zufrieden, der neben dem Dechantenamt auch noch die Männer- und Frauenseelsorge als Agenden über hat. "Es tut sich sehr viel, und das freut mich, besonders wenn ich daran denke, dass allein in Gettsdorf, meiner Hauptpfarre, bei insgesamt 400 Einwohnern neun Vereine existieren."
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Dechant Norbert Pecha ist sehr zufrieden, denn gerade hat Kardinal Christoph Schönborn die Visitation des Dekanates abgeschlossen. Der Dechant ist sehr stolz, wenn er von der Dekanatsvisitation durch Erzbischof Christoph Schönborn berichtet: "Die Menschen haben nicht nur Interesse gehabt, sondern haben auch mitgeholfen und so wurde das Ganze ein Fest."
Als Schwerpunkt in seinem Dekanat nennt Dechant Norbert Pecha die Jugendarbeit: "Es ist wie überall schwer an die Jugend heranzukommen, obwohl die Jugendlichen da sind, wenn man sie braucht. Und wir haben das Jubiläum 35 Jahre Katholische Jugend Gettsdorf feiern können."
"Was wir bräuchten, das wäre ein durchschlagskräftiger Jugendseelsorger mit 180 prozentiger Überzeugung und einer dicken Haut", sinniert der Dechant, "aber das wäre ein armer Hund", weiß er um die Belastung eines "Wunderwuzzis".
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"Bemühen um den Glauben", das nennt der Dechant als eines seiner ehrgeizigen Ziele. "Ich möchte, dass die Menschen mehr über ihren Glauben Bescheid wissen, denn alleine das traditionelle Kirchenbewusstsein ist zu wenig. Die Glaubensüberzeugung muss wieder wachsen", betont Norbert Pecha. Als äußerst positiv merkt Pecha an, dass das Gebiet nicht sehr anfällig für Sekten sei: "Darüber bin ich sehr froh", so der Pfarrer, der seit 1971 in Gettsdorf ist.
"Als neue Aktion planen wir wieder eine Dekanatszeitung herauszugeben, wie es sie schon vor Jahren gegeben hat", berichtet der Dechant. Ganz im Sinne des Mitteleuropäischen Katholikentages soll es außerdem wieder einen Dekanatskatholikentag geben. "Die Katholiken im Dekanat können dann gestärkt und positiv bestärkt die Arbeit weiter machen", so Dechant Pecha.
Als Dechant ist ihm besonders wichtig "Seelsorger für die Mitbrüder zu sein", das sei seine Aufgabe, stellt Dechant Pecha klar.
Pfarren: 18
Pfarrer: 5
Moderatoren: 2
Kapläne: 1
Diakone: 1
Pastoralassistenten: 2
Pfarrverbände: 2
Katholiken: ca. 12.000
Die Pfarren des Dekanates
(stephanscom.at)