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Seit dem Fall des eisernen Vorhangs im Jahr 1989 und erst recht seit dem Beitritt der Nachbarländer zur EU im vergangenen Jahr ist die Region in eine gesellschaftliche Stromschnelle geraten. Von einem Dekanat am Rand der Landkarte sind wir auf einmal in die Mitte gerückt. Die Folge davon: ein massiv erhöhtes Verkehrsaufkommen, tägliches Pendeln in den Großraum Wien, intensive Kontakte mit den Nachbarn in Tschechien und in der Slowakei, zugleich aber auch eine zunehmende Beliebtheit unseres Gebietes für Erholung & Freizeit, ein langsames Ansteigen der Arbeitsplätze in modernen Betrieben und eine gesteigerte Anzahl von kleinen bis mittleren Dienstleistungsunternehmen.
Sorgen bereitet uns aber die geringe Kinderzahl, wodurch Schulen geschlossen werden müssen und es zu einem zunehmenden Ungleichgewicht im Bezug auf den "Generationenvertrag" kommt. Trotzdem läuft vieles besser als in der Großstadt. Noch gibt es viele lebendige Traditionen, die der Bevölkerung einen Halt verschaffen. Dabei geht es beileibe nicht nur um Traditionsvereine, sondern um eine gelebte Nachbarschaft, um das Kennen seiner Nachbarn, um das Anteil nehmen am Leben der anderen. Viele Aufgaben, die in der Großstadt von der Caritas oder der Diakonie und ähnlichen Organisationen wahrgenommen werden müssen, werden hier noch selbstverständlich von Verwandten und Nachbarn erfüllt.
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Im kommenden August werden viele Leserinnen und Leser mit uns den Weinviertler Pilgerweg ergehen. Wir freuen uns schon auf Euch und hoffen, dass das Pilgern in unserer Umgebung und den Nachbardekanaten, sowie die Begegnung mit den tschechischen und slowakischen Brüdern und Schwestern uns allen viel Freude bereiten mag.
George van Horick, Dechant
Dekanatsvertreterin Ingrid Kraus
Mehr über das Dekanat auch im Internet unter http://www.dekanat-poysdorf.at !
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(red)