Ein Abend voll Begegnung und Bewegung

war die Weinviertelakademie 2006 im Bildungshaus Großrußbach. Knapp 150 Personen waren gekommen, um Dr. Willy Weisz zu hören und in den Workshops sich mit dem Thema "Schabbat" aus unterschiedlichen Perspektiven zu beschäftigen.
 Renate Riemerth, KA-Nord Vorsitzende
|
|
Die Weinviertelakademie im Bildungshaus Schloss Großrußbach ist eine Veranstaltung der KA im Vikariat Nord – regelmäßig seit mehr als 20 Jahren!
getragen von: KFB, KMB, KAB, KJ, Bildungshaus Schloss Großrußbach, Katholisches Bildungswerk und „der Sonntag“ – die Kirchenzeitung der Erzdiözese Wien.
Die Vorsitzende der KA - Nord Renate Riemerth begrüßte die vielen Gäste, die gekommen waren.
Besonders begrüßt wurden Bischofsvikar Dr. Matthias Roch, die Vikariatsrät/innen und Dechanten und Priester, Direktorin des BH Barbara Strobl, Bezirkshauptmann Dr. Gerhard Schütt, LAbg. i.R. Hofrat Karl Litschauer, Obmann des Verein der Freunde und Förderer des Bildungshauses und mit ihm alle Vorstandsmitglieder, die Religionslehrer/innen des Weinviertels – allen voran Frau Fachinspektor Christine Edlinger und die Mitarbeit/innen der KA (kfb, kmb, kj, kab).
Die Workshopleiter/innen waren Ulli Bixa, Mag. Toni Kalkbrenner, ROL Franz Müllner und Tochter Mag. Magdalena Müllner, Dr. Kurt Riemer und die Musikgruppe Scholem Alejchem – mit Isaak Loberan, Mirjam Silber, Martina Cizek und Daniel Klemmer - umrahmte musikalisch den Abend.
Leider wissen die Menschen zu wenig!

Dr. Willy Weisz - der Hauptreferent des Abends
|
|
Dr. Willy Weisz (Informatiker an der UNI Wien, verheiratet, 2 Kinder, Mitglied der jüdischen Gemeinde Wien, betreut gemeinsam mit seiner Frau die Synagoge am Wiener AKH, Erwachsenenbildner, Gestaltung von Radiosendungen, Vortragstätigkeit) hat im Hauptreferat des Abends die Geschichte und Entwicklung des SCHABBAT vorgetragen. Ebenso zog er einen Vergleich zum christlichen Sonntag, der zwar auf diese Wurzeln zurückgeht, sich aber wesentlich vom jüdischen Schabbat unterscheidet. Gerade die Frage der Verbindlichkeit ist ein deutliches Merkmal des Schabbat. Die Diskussionen um den freien Sonntag - gerade von wirtschaftlicher Seite geführt - macht deutlich, dass der christliche Sonntag in der Ausübung für den Einzelnen von Anbeginn mit gewissen Schwierigkeiten verbunden war.
"Falls sie können, sollen die Christen am Sonntag ruhen", zitiert Weisz das Konzil von Laodicea 364 (Kanon 29). Damit wird auch deutlich, dass es oft Umstände gab, die die Christ/innen an einer Teilnahme auch hindern konnten.
Der Schabbat war von Anfang an mit strengen Regeln verbindlich. Damit ist er eine große soziale Errungenschaft und stärkt seit jeher die jüdische Gemeinschaft in der Gemeinde und in der Familie.
Hier finden Sie die Folien des Referats von Prof. Weisz als Download für Sie:
VORTRAG WILLI WEISZ - Folien
Workshops mit Musik, Tanz und vielen guten Gedanken
Nach einigen Anfragen hatten die TN die Möglichkeit sich in Workshops noch intensiver mit Teilbereichen auseinanderzusetzen.
Die Themen und Referenten waren:
1. „Der biblische Sabbat und der christliche Sonntag - eine Spurensuche“ mit Mag. Toni Kalkbrenner
2. „Der Sonntag für mich - Tipps zur Gestaltung des Sonntags“ mit Renate Riemerth u. Elisabeth Janousevics
3. „Jüdisches im Weinviertel - Spurensuche“ mit ROL Franz Müllner u. Mag. Magdalena Müllner vom Verein Lead Niskor/Laa
4. „Geselliges-Bewegtes“ - Tänze mit Ulli Bixa und Isaak Loberan (Live-Musikbegleitung)
5. „Entschleunigung – Verzögerung der Zeit“ mit Dr. Kurt Riemer (Verein zur Verzögerung der Zeit)
Jahresthema der Erzdiözese Wien
 Bischofsvikar Dr. Matthias Roch
|
|
Bischofsvikar Dr. Matthias Roch betonte in seinen Grußworten die Verbindung zum Jahresthema der Erzdiözese Wien. Der Sabbat und für uns der daraus abgeleitete Sonntag sind tragende Säulen unserer christlichen Lebenskultur. Darum müssen wir uns immer wieder bemühen, diese Kultur "des Sonntags" zu leben.
In einem Schulprojekt haben einige Hauptschulen im ganzen Weinviertel sich mit den jüdischen Spuren in der Umgebung beschäftigt. Koordiniert wurde diese Idee von FI Christine Edlinger vom eb. Schulamt.
Ein großes Danke an die Schulen und Religionsleher/innen :
Hauptschule Poysdorf - RL Mag. Martina Schreiber
Hauptschule Wolkersdorf – RL Stefanie Gindl
Hauptschule Gänserndorf – RL Regina Schachinger
Hauptschule Mistelbach – RL Gabriela Mock
Hauptschule Laa/Thaya – HOL Franz Müllner
Hauptschule Hollabrunn – RL Renate Letz
Hauptschule Korneuburg/Stockerau – RL Marion Majdan
Hier sehen Sie ein paar bildhafte Eindrücke (lesen Sie zum Projekt auch den Bericht in der Kirchenzeitung "derSonntag"):

von der Schule in Korneuburg
|
|

mehr als 150 Interessierte aus dem ganzen Weinviertel waren gekommen
|
|
Hier ein paar der Folien von Dr. Weisz, die den Vortrag unterstützt haben!
|

Dr. Willy Weisz mit Dechant GR Dr. P. Kazimierz Wiesyk SAC
|
|
(knittelfelder)
Drucken
Fenster schließen