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Montag, der 2. Tag des Weinviertler Glaubenswegs 2009
© bericht vom montagHier finden Sie das Tagesprogramm und auch Fotos vom Tag.

2. Tag: Montag, 10. August

"Gott Vater und die Schöpfung“ – Dekanat Retz

9:00 Festvortrag von Kardinal Dr. C. Schönborn anschl. Workshops u. Gesprächsgruppen
13:00 Abfahrt von Großrußbach ins Dekanat Retz.
14:00 Kleinriedenthal (Achtung: Treffpunkt ist die Südmährerwarte ausserhalb des Ortes !!) – Pilgerweg über Kleinhöflein nach Unterretzbach, Abendgottesdienst – Ausklang – Bustransfer GRB

Fotos gibt es in unserer Bildergalerie: Montag_Bildersammlung(hier klicken) 

Mehr als 100 Leute beim Festvortrag - "Wir sind Kinder der Sterne"

Mit dem Festvortrag zum Thema "Evolution-Schöpfung" hat Erzbischof Kardinal Dr. Christoph Schönborn heute vormittag den inhaltlichen Teil des Weinviertler Glaubenswegs 2009 eröffnet.

In drei großen Teilen erklärte der Kardinal, warum es für Christ/innen so wichtig ist und auch ganz leicht möglich ist, an Gott als den Schöpfer der Welt zu glauben.
Das Staunen über die vielfältige Natur führt uns letztlich zum Ausruf: die Welt ist voller Wunder. Vom 60 Millionen Jahre alte Amonit, über die Milliarden an Gallaxien bis hin zur blühenden Sonnenblume gibt alles täglich neu Zeugnis von diesem Schöpfergott.
Die Erfolgsgeschichte der Evolutionstheorie nach Darwin gründet ja nur auf theoretische Annahmen und Beobachtungen, die der Sehnsucht nach schlüssigen Erklärungen entspringen. Die großen Fragen nach dem Ziel alles Seins, die Frage "Warum gibt es überhaupt ETWAS?" und die Frage nach der besonderen Stellung des Menschen in der Schöpfung wird hier überhaupt nicht bedacht. Es muss erlaubt sein auch von anderer Seite an wissenschaftliche Theorien konkrete Fragen zu stellen. Viele dieser Fragen finden Antworten in der Theologie.
Kardinal Schönborn betonte, dass wir als Menschen natürlich im materiellen Sinne Teil dieser Natur sind und damit auch den Gesetzen der Natur unterliegen. Trotzdem übersteigen wir diese Natur immer wieder in der Zielgerichtetheit unseres Tuns und auch in der Reflexion. "Wir haben das Genom des Schimpansen entziffert und wissen heute, dass uns nur 1% vom Schimpansen unterscheidet. Ich bin froh über dieses 1 %. Den Schimpansen interessiert sein Genom nicht. Auch wird er kaum das Genom des Menschen erforschen," brachte Kardinal Schönborn als Beispiel. Wir sind im wörtlichen Sinne "Kinder der Sterne" und als solche dürfen und müssen wir unsere Verantwortung für die Welt auch wahrnehmen. Als Christ/innen glauben wir, daß alles, was ist, auch gewollt ist und diese Zielgerichtetheit in sich trägt - als Menschen sind wir der "sprachliche Ausdruck des liebenden Gottes."
In einer ausführlichen Diskussion wurden dann die Fragen nach dem Leid, nach der Verantwortung des Menschen und über aktuelle Fragen der Wissenschaft diskutiert.

Am Nachmittag ging es zur Südmährerwarte (vor Haugsdorf) und dann nach Kleinriedenthal, Kleinhöflein und ein schöner Abschluss war in Unterretzbach. Überall wurde uns die Kirche gezeigt und wir haben miteinander gesunden und gebetet. Schöne Begegnungen in vollen Kirchen. Knapp 150 Pilger/innen waren mit Bischofsvikar Mathias Roch unterwegs. Manche der Orte haben nicht einmal soviele Einwohner, sagte ein Pfarrer. So voll hat er seine Kirche noch gar nie gesehen, war er in Kleinriedenthal begeistert.

Fotos in unseren Bildergallerien - direkt vom Montag unter: Montag

(knittelfelder)



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