1. Tag: Montag, 9. August 2010„Dreifaltigkeitswallfahrt nach Karnabrunn“ – Dekanat Ernstbrunn
„Dreifaltigkeitswallfahrt nach Karnabrunn“ – Dekanat Ernstbrunn
ab 13:00 Uhr Anreise u. Möglichkeit zum Mittagessen in Großrußbach, Bezug der Zimmer.
15:00 Uhr Abmarsch der Wallfahrtsprozession beim Bildungshaus Großrußbach nach Karnabrunn!
17:00 Uhr festlicher Eröffnungsgottesdienst der Weinviertler Glaubenswege 2010
mit Bischofsvikar Dr. Matthias Roch in der Dreifaltigkeitswallfahrtskirche Karnabrunn
anschl. Agape, u. Fußweg retour nach Großrußbach - Ausklang.
Fotos vom Eröffnungstag finden Sie hier in unserer Bildergallerie - 1. Tag
Erfolgreicher Beginn des Glaubenswegs 2010Knapp 100 Pilger/innen haben sich heute am Montag, dem ersten Tag des Weinviertler Glaubenswegs 2010 um 15:00 Uhr in Großrußbach eingefunden. Gesendet von Bischofsvikar Prälat Matthias Roch ging es zu Fuß nach Karnabrunn. Nach einer kurzen Statio bei der Kirche von Weinsteig ging es über den neuen Jakobsweg nach Karnabrunn. Leider gab es auf diesem Stück einen starken Regen. Die Pilger waren wetterfest und sind etwas durchnäßt in Karnabrunn angekommen. In der Wallfahrtskirche warteten schon viele Pilger/innen und so konnte bei einer vollen Kirche der Eröffnungsgottesdienst gefeiert werden. Mehr als 150 Wallfahrer/innen stimmten in das Lob Gottes ein. Der gemeinsame Eröffnungsgottesdienst ist zur guten Tradition geworden. Bischofsvikar Roch zitierte in seiner Predigt Papst Benedikt mit den Worten: "Wer glaubt ist nie allein!". Dies dürfen wir in diesen Tagen gemeinsam erfahren. Gemeinsam sind wir betend, singend und bekennend miteinander auf dem Glaubensweg unterwegs. Am Vormittag stärken wir mit den Vorträgen unseren Glauben und am Nachmittag tragen wir die gute Botschaft hinaus in die Region. Nach einer Apage beim PGR von Karnabrunn gingen die Pilger/innen gestärkt an Leib und Seele wieder zurück nach Großrußbach, wo der Abend in froher Runde ausgeklang.
Der Beginn vor dem Bildungshaus Großrußbach

Sendung durch Bischofsvikar Roch in Großrußbach
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Die Predigt von Bischofsvikar RochAuf unserem Küchentisch steht eine Kerze, die zum Frühstück angezündet wird. Es ist ein Bild von Papst Benedikt XVI darauf und ein Ausspruch von ihm „Wer glaubt ist nie allein!“
Könnte es ein schöneres Motto für unseren Weinviertler Glaubensweg 2010 geben, als diesen Spruch? Gleichzeitig eröffnen wir heute – wie jedes Jahr - diesen Glaubensweg hier in der Dreifaltigkeitswallfahrtskirche Karnabrunn. Im Text zur Meditation am Schluss beten wir drei Mal im Denken an die Allerheiligste Dreifaltigkeit: „Du Gott bist einzig – aber nicht allein!“ Ja auch wir sind wieder als große Pilger- und Glaubensgemeinschaft unterwegs.
Mit welcher Botschaft sind wir heuer unterwegs?
„Wir glauben an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn …“ so beten wir im Glaubensbekenntnis und so steht es auf unserem heurigen Pilgerheft. Jesus Christus sollen wir künden – und sonst nichts. Er ist unser Freund und unser Bruder. Röm: „Ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen, Abba-Vater! So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und Miterben Jesu Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht werden.“
So wie Jesus die Botschaft der Liebe und des Friedens gelebt hat, so müssen wir seinem Beispiel folgen – das auch Kreuz und Leid nicht ausspart. Seine Macht ist die Ohnmacht – das Sterben am Kreuz. Daher ist Dienst an anderen angesagt: „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts“, sagt Bischof Gaillot.
Wir sind also unterwegs mit der Botschaft der Wahrheit, der Liebe, der Freiheit und des Friedens. Beispiel der Jerusalempilger: Johannes, Otto und David (Zwilling) 6 Monate zu Fuß nach Jerusalem mit dieser Botschaft – Ankunft am 24. Dezember in Bethlehem.
Missionarischer Charakter unseres Glaubensweges
APG 2010 weiterschreiben
Das heutige Evangelium Mt 28, 16-20 = Sendung der Apostel – Grundauftrag des Auferstandenen an die Apostel und an uns – beauftragt durch Taufe und Firmung.
Hier ein Wort zum neuen Altar und zum Ambo:
Die Botschaft Jesu Christi wird zuerst hinausgetragen von den zwölf Aposteln. Die Mensa ruht auf zwölf Nirostasäulen – Sinnbild für die Apostel. Jesus Christus ist der Stein, der alles zusammenhält – Opferlamm und Opfertisch gleichzeitig. Seine Botschaft wird aber nicht nur durch das christliche Lebenszeugnis hinausgetragen, sondern ist in den Evangelien niedergeschrieben worden. Der Blick auf den Ambo zeigt eine Ähnlichkeit mit dem Altar. Das Pult - Dreiecksstein – ruht auf vier Nirostasäulen – 4 Evangelisten haben die Frohbotschaft niedergeschrieben, die bei jeder heiligen Messe oder im Wortgottesdienst von hier auch verkündet wird.
Wie kann man andere zu Jüngern Jesu machen?
Dazu gibt es keine Techniken (Werbung wie Großunternehmen etc.) Es geht nur mit dem persönlichen Beispiel. „Ubi caritas, deus ibi est!“ Wir haben die Zusage Jesu: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt!“ Wer in seinem Namen unterwegs ist, ist nicht allein – wie Benedikt XVI sagt. Wer in der Freundschaft mit Jesus lebt, wer seinem Auftrag folgt und die Frohbotschaft mit Begeisterung in die Welt durch sein christliches Lebenszeugnis trägt, darf seiner Begleitung sicher sein. Zur Vertiefung unserer Freundschaft mit Jesus werden wir uns am Vormittag immer wieder versammeln, um gemeinsam unseren Glauben an Jesus Christus unseren Heiland und Erlöser zu reflektieren und im Austausch der gemeinsamen Glaubenserfahrungen uns gegenseitig in unserem Christsein bestärken. Möge dann die innige Liebe des dreifaltigen Gottes uns auch heuer wieder hinausbegleiten in die Orte unseres Vikariates und darüber hinaus über die Landesgrenze. Mögen die Menschen etwas von unserer glaubenden Gemeinschaft spüren und so auch selber ermutigt werden, ihren Glauben zu leben und dazu zu stehen
(Predigtskriptum - es gilt das gesprochene Wort/Dr. Matthias Roch - 9.8.2010 - Karnabrunn)
(knittelfelder)
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