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Der Samstag - 6. Tag - am Weinviertler Glaubensweg
© logo glaubensweg 6 tagbeginnt, wie es für den Sabbat gehört - ganz in der jüdischen Tradition: Toni Kalkbrenner spricht über "Jesus, den Juden"

6. Tag: Samstag, 14. August Tagesprogramm:

„Jesus – der unbekannte Jude“ Dekanat Poysdorf – Grenzbegegnung!

ab 7:30 Frühstück – Frühstückbüffet bis 9:00 Uhr im Speisesaal

8:30 Morgenlob (entweder im Freien, in der Hauskapelle oder im Festsaal)

9:00 Festvortrag von Mag. Toni Kalkbrenner, katholisches Bildungswerk / Wien

 

Jesus der Jude – und das Jüdische im Christentum

Dass Jesus Jude war und als solcher seinen Glauben gelebt hat, wird heute kaum mehr bestritten. Er lebte in einer jüdischen Familie, einem jüdischen Milieu und feierte die Feste als Angehöriger des jüdischen Volkes. In einem Vatikanischen Dokument fand ich den Satz: Jesus war Jude und ist es sein Leben lang geblieben…..ist er dann gar nicht Christ geworden? Und was heißt dann Jesus der Christus? In einer meiner ersten Bibelrunden vor ca. drei Jahrzehnten sagte ich noch mit großer Anspannung und in Erwartung eines Widerspruches: Jesus war Jude, Maria, seine Mutter,  war Jüdin…und dann zeigte ein Herr auf und erklärte  mit einer gewissen Bestimmtheit:“ …aber der Hl. Josef war schon katholisch!“ Was ist von dem jüdischen Jesus geblieben und wo ist Jüdisches noch im Katholischen erkennbar?

 

anschl. 10:4511:45 Workshops u. Gesprächsgruppen

11:45 Mittagsgebet im Festsaal

12:00 Mittagessen

13:00 Abfahrt vom Bildungshaus ins Dekanat Poysdorf

14:00 Katzelsdorf /Pfarrkirche - Pilgerweg über die Grenze nach Feldsberg (CZ)

nach Schrattenberg (A)

19:00 Marienvesper in Schrattenberg  – Ausklang – Bustransfer zurück ins Bildungshaus

Fotos vom Samstag - 14.8.2010 - finden Sie hier in unserer Bildergallerie - 6.Tag/2010

© bh grossrussbach
Gruppenbild bei der Reistenkolonade

Samstag: Ein Tag der Grenzüberschreitungen

Beim heutigen Morgenlob – vorbereitet von Ingrid Kraus – stand ein großes Fragezeichen in der Mitte. Was würde mich Jesus fragen, wenn ich ihm heute begegnen würde? Was würde ich Jesus fragen wollen? Der heutige Tagesreferent – Mag. Toni Kalkbrenner vom katholischen Bildungswerk Wien – stellte „Jesus, als den Juden“ in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Toni Kalbrenner spricht über viele biblischen Texte, besonders aus der Kindheit Jesu. Er stellt den Sohn Gottes in seinen jüdischen Hintergrund und erklärt von den Texten des Alten Testamentes ausgehend, wie Jesus seine Sendung verstanden hat.

Die Grenze zwischen Christentum und Judentum ist in Jesus Christus fließend. Auch die heutigen Grenzen wollen überwunden werden.

Der Nachmittag führt uns heute in den Norden des Vikariats. Wir beginnen in Katzelsdorf und gehen dann über die Grenze nach Tschechien.

In Katzelsdorf begrüßte uns Pfarrer Christoph Loley. Er erklärte uns die schöne große Kirche von Katzelsdorf und Herr Huysza vom Schloss Wilfersdorf erzählte uns einiges von der Familie Lichtenstein und die Geschichte der Region. Dann ging es mit 130 Pilger/innen über die Grenze.
Kurz nach der Grenze wurden wir bei der Mariensäule von der Bürgermeisterin von Valtice, Theresa Lviv, begrüßt. Sie freute sich sehr, dass wir am heutigen "Kirtag" nach Valtice kommen. So durften wir bei unserem Weg durch die Stadt viele in traditionellen Trachten sehen.

In der Kirche von Valtice hielten wir eine Andacht und der Herr Pfarrer lud uns anschließend in den Pfarrhof zu einer kleinen Stärkung ein. Danke dafür!

Unser Weg führte uns dann bergauf zur Reistenkolonade. Dort - direkt wo früher der eiserne Vorhang verlieft - beteten wir für den Frieden in Europa. Bewegende Momente, die wir auch für ein großes Gruppenbild nutzten.

Wir waren vom schönen Weg durch die Weingärten hinunter nach Schrattenberg begeistert. Herrr Alois Nagl hatte einen tollen Weg für uns ausgesucht.

Der Pfarrer von Schrattenberg - Gebhart Zenkert - erwartete uns schon mit dem Pfarrgemeinderat. Beim festlichen Marienlob in der Pfarrkirche von Schrattenberg konnte jeder eine kleine Kerze entzünden. Altbürgermeister PGR Karl Polz erzählte uns von der Geschichte des Ortes und der Kirche. Ausgeklungen ist dieser Tag - wie schon die letzten auch - bei einer gut vorbereiteten Agape im Hof des Pfarrhofs. Danke allen, die diesen wunderbaren Tag heute so gelungen vorbereitet haben.

 

©

(knittelfelder)



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