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Die große Herausforderung des Nordvikariates sei die ländliche Struktur mit den vielen kleinen Pfarren. "Ein Drittel der 275 Pfarren hat weniger als 500 Katholiken", erklärt Anette Rössner, Vikariatssekretärin im Norden der Erzdiözese Wien. "Hier müssen wir die Identität der Pfarren und Gemeinden stärken. Das geschieht besonders dort, wo Pfarrverbände geschaffen wurden." Die nötige Erklärungsarbeit für die Pfarrverbände, "die sich nie von oben sondern immer von der Basis der Pfarren bilden", ist eines der Hauptanliegen Rössners. Die Arbeit im Vikariatssekretariat Unter dem Manhartsberg läuft unter dem Motto: "Einbrüche abfedern - Aufbrüche begleiten". "Und die Sorgen der Menschen sind im Nordvikariat groß, denn es sind bereits 50 Prozent der Gemeinden ohne eigenen Pfarrer am Ort", berichtet Rössner.

"Das Vikariat Unter dem Manhartsberg umfasst das gesamte Weinviertel."
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"Die gesellschaftliche Entwicklung ist auch am Land schneller geworden, das macht sich auch im kirchlichen Bereich bemerkbar. Die Mobilität der Menschen ermöglicht ein Aussuchen der Zugehörigkeit zu Pfarre und Gemeinde. Der Wohnort ist nicht mehr entscheidend für die Bindung an die Kirche. Das bringt große Erwartungshaltungen an die Pfarrer und die Gemeinden", ist Anette Rössner überzeugt.
Dekanate und Pfarren sind "die Partner mit Bodenhaftung"Das Vikariat Unter dem Manhartsberg reicht geographisch von der Thaya bis zur Donau und vom Kamp bis zur March. Geprägt ist das Nordvikariat der Erzdiözese Wien vom Weinanbau und der Landwirtschaft.
"In der Arbeit im Vikariat ist uns die Kooperation mit den Dekanaten ein großes und wesentliches Anliegen. Gerade die Struktur der Dekanate bietet uns die Möglichkeit, die Pfarren zu motivieren und zu ermutigen, über die eigenen Pfarrgrenzen hinauszuschauen", stellt Anette Rössner fest.
Vieles, was im Vikariat Nord geschieht, nimmt seinen Ausgangspunkt in Pfarr- und Dekanatsinitiativen. "In den Pfarren liegt die Hand am Puls der Zeit und der Menschen." So umschreibt Annette Rössner die enge Kooperation mit den Organisationseinheiten des Vikariates.
Jede Pfarre hat Profil "Pfarrprofile sind kein Endpunkt, sondern der erster Schritt in die Zukunft."
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Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen und den Pfarren zu helfen, wurde vom Fachausschuss "Gemeindeentwicklung" im Vikariat Nord ein Fragenkatalog entwickelt, um Pfarrprofile auszuarbeiten. Anhand dieses Profils sollen die Schwerpunkte der Pfarre herausgefunden und festgelegt werden. "Die Menschen sollen dazu gebracht werden, über die Zukunft ihrer Kirche am Ort nachzudenken. Die Erstellung des Pfarrprofils ist kein Endpunkt, sondern der erster Schritt in die Zukunft", erklärt Annette Rössner das Vorhaben der "Gemeindeentwicklung" im Vikariat Unter dem Manhartsberg.
Die "adäquate Mitte des Weinviertels"
"Kommunikation ist wichtig."
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Herzstück des Vikariates ist das Bildungshaus Schloss Großrußbach. Bischofsvikar Matthias Roch residiert drei Tage pro Woche hier. Im Bildungshaus finden auch die meisten Veranstaltungen des Vikariates statt, weiß Vikariatssekretärin Rössner zu berichten.
Etwa die "Megaklausuren" mit mehreren Pfarrgemeinderäten aus verschiedenen Pfarren, die sich im Bildungshaus Großrußbach zum Erfahrungsaustausch treffen. "Bei diesen Klausuren wird den Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte oft bewusst, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind und es ergeben sich gute Kooperationen", so Rössner. "Bei solchen Klausuren geht es uns darum, den Pfarren bewusst zu machen, dass 'wir alle nicht in einer heilen katholischen Welt leben'. Sondern dass vielmehr immer wieder ein Aufbruch und ein Umbruch nötig ist."
Ein weiteres wichtiges Kommunikationsorgan ist die Vikariats-Zeitschrift "Kirche im Weinviertel", erklärt Rössner. Durch die Zeitung hat Bischofsvikar Roch die Möglichkeit seinen Mitbrüdern im priesterlichen Dienst Informationen und Anregungen weiterzugeben. "Außerdem bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pfarren durch die Zeitschrift das Gefühl vermittelt: Der Bischofsvikar interessiert sich für uns", führt Rössner weiter aus.
Das Vikariat Unter dem Manhartsberg statistisch betrachtet:
Bischofsvikar: Matthias Roch
Fläche: 4.169 km2
Katholikenzahl: etwa 250.000
Dekanate: 17
Pfarren: 275
Link: Vikariat Unter dem Manhartsberg
(stephanscom)
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