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Die Besonderheit im Vikariat unter dem Manhartsberg ist die Tradition am Land, hebt Bischofsvikar Matthias Roch hervor: "Anders als in der Großstadt ist hier der Alltag schon noch durch christliche Tradition geprägt." Auch wenn vieles nur mehr in "Hülsen" vorliege, seien die Ansatzpunkte, an denen die Kirche einhaken könnte, nach wie vor vorhanden. "Wir arbeiten daran, dass alte Traditionen wieder mit Inhalten aufgefüllt werden," berichtet der Bischofsvikar. "Im Prinzip ist es eine Art Stadtmission am Land," so Roch.

Pfarrverbände sind eine Herausforderung für die Seelsorge, so Roch.
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Der Zugang zu den Menschen in kleinen Gemeinden sei dabei vielleicht noch leichter, als in Großstädten. "Bürgermeister, Feuerwehr, Sportvereine oder ähnliches ist am Land auch heute noch viel wert. Wenn der Kontakt zur Kirche da funktioniert, hat man im Prinzip die Pfarre schon in der Hand," berichtet Matthias Roch, der in seiner Tätigkeit als Priester selbst als Feuerwehrkurat tätig war. "Natürlich bin ich nicht an der Maschine gestanden und habe gelöscht. Aber bei manchen Einsätzen mit dabei um den Opfern beizustehen und die Betroffenen zu betreuen," erklärt Bischofsvikar Roch. Das missionarische tätig sein passiere am Land noch viel mehr durchs Dabei-Sein und Mundpropaganda. "Durchs Reden kommen die Leut zam," darum gebe es auch regelmäßige Kamingespräche mit den Dechanten, so Roch. Informelle Treffen, ganz ohne Protokoll.
 Bischofsvikar Roch vor der Karte des Vikariats Unter dem Manhartsberg.
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"In engem Kontakt mit der Basis bin ich für die Entwicklung der Seelsorge im Vikariat unter dem Manhartsberg verantwortlich", erklärt Roch seine Aufgabe. Als Bischofsvikar für die nördliche Region der Erzdiözese Wien, das Vikartiat Unter dem Manhartsberg, ist Roch für 275 Pfarren und 16 Dekanate zuständig. Bischofsvikar Matthias Roch ist die Zusammenarbeit mit Dechanten, Pfarrern und Laien wichtig. "Ein befreundeter Priester, der in Ecuador für ein großes Gebiet mit 30.000 Katholiken zuständig ist, hat mir einmal erklärt: Ich bin Pfarrer durch meine Katechisten", erzählt Bischofsvikar Matthias Roch. Das sei auch die Zukunft in Europa, so Roch: "Ich hatte als Priester noch die Chance für kleine Pfarren tätig zu sein. In der heutigen Zeit müssen Pfarrer oft umlernen," führt Bischofsvikar Roch aus. In Pfarrverbänden oder Seelsorgeeinheiten sind Priester für mehrere Gemeinden zuständig. "In solchen Fällen ist es wichtig, dass Seelsorger durch ihre Mitseelsorger vertreten und getragen werden," so Roch.
Die Vorteile von Pfarrverbänden
Pfarrverbände sind im Vikariat unter dem Manhartsberg keine Seltenheit und eine Herausforderung für die Seelsorge. "Die Besetzung der Pfarren im Norden ist schwierig, weil wir so unterschiedliche Gemeinden haben. Sechs Pfarren haben weniger als 150 Katholiken. In manchen Städten hingegen gibt es 10.000 Gläubige," berichtet Bischofsvikar Matthias Roch. "Unsere Aufgabe ist es, diese verschiedenen Regionen zu einer Einheit zu verbinden und zur Zusammenarbeit zu motivieren." Bereits seit 20 Jahren gebe es Pfarrverbände. Die mehrere Pfarren übergreifenden Zusammenschlüsse seien aber mehr als nur Notlösungen, ist Bischofsvikar Matthias Roch überzeugt: "Die Pfarrverbände bringen auch Vorteile mit sich: politische Gemeinden und Schulsprengel werden bei den Zusammenlegungen berücksichtigt und erleichtern das Zusammenarbeiten der Pfarren. Die Ressourcen können besser genutzt werden, in dem etwa größere Pfarren die Administrationsarbeit der kleineren übernehmen." So entstünden auch manchmal finanzielle Vorteile für Pfarren.
(stephanscom)
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