Zur Person: Bischofsvikar Stephan Turnovszky ©

Weihbischof Dipl.-Ing. Mag. Stephan Turnovszky ist seit 1.9.2012 neuer Bischofsvikar des Vikariats Unter dem Manhartsberg. Hier ein kurzer Lebenslauf.

Stephan Turnovszky wurde am Donnerstag, 6. März 2008, von Papst Benedikt XVI. zum Wiener Weihbischof ernannt und am Pfingstmontag, 12. Mai 2008, von Kardinal Schönborn zum Bischof geweiht.

Stephan Turnovszky wurde am 21. Juni 1964 als erstes von drei Kindern seiner österreichischen Eltern in Luzern/Schweiz geboren. Er wuchs in Wien-Döbling auf und besuchte dort das humanistische Gymnasium. Nach der Matura studierte er an der Technischen Universität in Wien Technische Chemie. In Kindheit und Jugend war er in der Pfarre Döbling-St. Paul aktiv. Seit 1987 ist er Mitglied des Malteser Hospitaldienstes Austria (MHDA).

Nach Studienabschluss war er über zwei Jahre lang im Bereich "Forschung & Entwicklung" eines Unternehmens in Krummnußbaum im Bezirk Melk tätig, bis er seiner Berufung zum Priestertum folgte und 1992 ins Wiener Priesterseminar eintrat. Sein Externjahr verbrachte er 1993/94 in Toulouse/Frankreich. 1997 weihte ihn Bischof Helmut Krätzl zum Diakon. Nach dem Diakonatsjahr in der Pfarre Perchtoldsdorf wurde Stephan Turnovszky am 29. Juni 1998 von Kardinal Christoph Schönborn im Stephansdom zum Priester geweiht. Die ersten beiden Priesterjahre verbrachte er als Kaplan in der Pfarre Jedlesee in Wien-Floridsdorf. Anschließend leitete er fünf Jahre lang die beiden Pfarren Großmugl und Herzogbirbaum im Dekanat Stockerau. Seit September 2005 war er Pfarrer von St. Josef in Baden-Leesdorf. Dort leitete er eine überaus vitale Pfarre, die junge Familien besonders stark ins Pfarrleben einbezieht. Seit 2001 ist Stephan Turnovszky Mitglied des Priesterrats der Erzdiözese Wien.

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Fotocredit/ Rupprecht / Kathbild.at

Stephan Turnovszky geht es um die Verbindung von spiritueller Tiefe und aufrichtiger Herzlichkeit. In der Liturgie legt er Wert auf die Kunst des Feierns gepaart mit Freude. Leidenschaftlich bemüht er sich in der Verkündigung um die Darstellung des Evangeliums und der kirchlichen Lehre in zeitgemäßer Sprache, um so Brücken von der Heiligen Schrift zum Lebensalltag zu schlagen. Er legt Wert auf die Stärkung der persönlichen Gottesbeziehung und geht zugleich gerne auf Menschen zu, auch auf solche, die sich nicht der Kirche zugehörig fühlen. Glaube und Naturwissenschaft gehören für ihn zusammen, sie widersprechen einander nicht, sondern ergänzen sich in ihren jeweiligen Erkenntnisbereichen. Der neue Weihbischof schätzt das Bild der Kirche als dem pilgernden Gottesvolk, vielleicht, weil er selbst gerne in der Natur, insbesondere in den Bergen, unterwegs ist.

Am 6. März 2008 ernannte Papst Benedikt XVI. Stephan Turnovszky zum Weihbischof für die Erzdiözese Wien und zum Titularbischof von Ancusa, einem Bischofssitz aus dem ersten Jahrtausend im heutigen Tunesien. Sein bischöflicher Wahlspruch stammt aus dem Buch der Psalmen und lautet "Sitivit in te anima mea - Meine Seele dürstet nach dir" (Ps 63,2).

Kardinal Schönborn hat Weihbischof Turnovszky neben üblichen Bischofsagenden mit 1.9.2012 das Vikariat Unter dem Manhartsberg anvertraut.
Seit der Sommervollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz von 17. bis 18. Juni 2009 in Mariazell ist Stephan Turnovszky der neue österreichische "Jugend-Bischof".

© Foto Göstl Markus
Weihbischof Stephan bei einem Besuch im Weinviertel - hier mit den Minis in Gnadendorf

(red)

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